Die Grazer Noch haben die Vienna Capit99ers scheinen in der ICE League auf Kurs Richtung Endspiel zu sein. Seit Mittwoch führen sie in der Semifinalserie gegen Fehervar ebenso wie Pustertal gegen Laibach 2:0. Nach dem knappen 3:2 zum Start in Graz gelang in Szekesfehervar mit 5:1 (1:0, 1:0, 3:1) der erste Sieg seit 1272 Tagen, bei dem Manuel Ganahl schon nach elf Sekunden das Führungstor erzielte. Donnerstag geht es in Graz weiter. Am Ostersonntag beginnt in Wien die erste von fünf Vorbereitungswochen von Österreichs Team auf die WM, mit zwei Testspielen gegen Lettland in Riga. In der großen WM-Halle für 10.500 Zuschauer, die nahezu voll sein wird. Da kommt einem in Erinnerung, dass der Eishockeyverband aus finanziellen Gründen vor einem Jahr in Wien das Team einen von zwei Partien gegen die Letten unter Ausschluss der Öffentlichkeit bestreiten ließ.
Da Salzburg und der KAC aus dem Titelrennen der Liga ausgeschieden sind, sind diesmal auch etablierte Spieler mit WM-Erfahrung wie etwa die Salzburg-Stürmer Benjamin Nissner oder Lucas Thaler von Beginn an dabei. Andere, wie die Torhüter Ante Tolvanen und David Kickert oder Peter Schneider werden erst in der zweiten Woche in Feldkirch mit dem Spiel gegen Italien einsteigen. Abgesagt hat hingegen Thomas Raffl: Der Teamkapitän verzichtet aus privaten Gründen auf die WM. Mit Linz-Stürmer Jonathan Oschgan und dem Villacher Paul Sintschnig kommen zwei 17 jährige zum Zug, die Ende April mit dem U 18-Team bei der WM um den Aufstieg in Gruppe A kämpfen werden. Das Durchschnittsalter im Kader beträgt exakt 24 Jahre. Die meisten Teamspieler kommen vorerst von den in den Pre-Play-offs gescheiterten Vienna Capitals. Sechs dürfen bei Teamchef Roger Bader (Bild) vorspielen: Tormann Sebastian Wraneschitz, die Verteidiger Dominic Hackl und Ramon Schnetzer, die Stürmer Leon Wallner, Felix Koschek und Sam Antonitsch. Ebenso zwei 20 jährige US-Legionäre, Verteidiger Thomas Klassek und Stürmer Ian Scherzer von den RPI Engineers in der College-League. Beide haben eine KAC-Vergangenheit. Scheerzer spielte vor dem Wechsel nach Nordamerika auch in Schweden bei Rögle. Auch je ein Legionär aus der Schweiz (Kloten-Verteidiger Bernd Wolf) und Schweden (Västeras-Tormann Benedikt Oschgan) gehört zum Kader.
Für die WM kann Bader nach derzeitigem Stand sicher mit Marco Rossi, vielleicht auch mit Marco Kasper rechnen. Rossi hat mit den Vancouver Canucks seit Wochen keine Chance, in die NHL-Play-offs zu kommen. Kasper flog mit Detroit Dienstag durch das 1:5 in Pittsburgh aus den Play-off-Rängen.
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