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17 Sponsoren: Finanzieller Kraftakt der Vienna Capitals um Stargoalie Reideborn

Die Ergebnisse von Meister EC Graz 99ers, des KAC und von EC Red Bull Salzburg in der Champions Hockey League sprechen nicht gerade für das Niveau der Ice League. Greaz gewann bisher kein Spiel, der KAC und Salzburg nur je eines. Keiner des Trios wird sich für die Top 16 qualifizieren. Es stimmt schon, dass der KAC unter Ausfällen leidet. Beim 3:5 gegen den finnischen Vizemeister Kookoo bekamen sechs Youngsters Eiszeit, debütierte Tormann Patrick Müller. Was aber nicht erwähnt wurde, dass Kookoo in einem schlimmen Tief steckt: In den ersten neun Runden der Saison nur einen Punkt geholt. Daher muss es doch zu denken geben, wenn ein österreichischer Spitzenklub auf eigenem Eis gegen den Letzten der finnischen Liga verliert.

Bei den Vienna Capitals gab es die nicht unerwartete Entwicklung in der Tormannfrage: Der 34-jährgie schwedische Klassegoalie Adam Reideborn bleibt nicht nur, wie ursprünglich geplant, bis Mitte Oktober, sondern länger. Sogar bis 2028, bis zum Ende der kommenden Saison. Das gelang den Capitals nur mit einem finanziellen Kraftakt, mit Hilfe von insgesamt 17 (!) Sponsoren, Partnern und Unterstützern. Reideborn war in den ersten sechs Spielen mit einer Fangquote von 92,24 Prozent nicht nur der beste Torhüter der Liga, sondern sicher auch der teuerste. Aber Reideborn ist sein Geld wert. Er sagte ja zu einem längerfristigen Vertrag, weil  er die Unterstützung für ihn, auch durch die Fans, bemerkenswert findet. Und auch für seine Familie in Wien alles perfekt ist.

Reideborn kam nach drei Saisons beim Schweizer Spitzenklub Bern Anfang September, weil die  österreichischen Torhüter der Capitals, Sebastian Wraneschitz und Max Zimmermann, verletzt waren. Zimmermann ist inzwischen der Backup von Reideborn, Pechvogel Wraneschitz fällt hingegen lange aus. Er wurde operiert, wie man hört, wegen einer Hüftverletzung. Ursprünglich war es der gut gemeinte Plan von Sportchef Christian Dolezal, der als Wraneschitz-Förderer gilt, keinen Legionär als Torhüter zu verpflichten. Aber es blieb ihm nichts anderes übrig. Reideborn pausierte bisher nur einmal, hatte beim 4:0-Heimsieg gegen HC Innsbruck sein erstes Liga-Shuout. Freitag hoffen die Capitals in Budapest gegen den Vorletzten Ferencvaros auf den dritten Sieg hintereinander. Es gibt außer Reideborn noch einen schwedischen Trumpf. Center Jakob Lilja sammelte bei den Siegen gegen Villach und Innsbruck sechs Scorerpunkte. Gemeinsam wurden Reideborn und Lilja 2019 mit Djurgårdens Vize-Meister in Schweden.

Foto: Vienna Capitals/Manfred Szieber.

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