Fußball

Ohne Schritt nach vorn verliert die Austria wieder beim Meister

In den letzten zehn Heimspielen gegen Austria blieb Meister Red Bull Salzburg ungeschlagen, gewann acht. Die Möglichkeit, dass Mittwoch Abend der neunte Sieg folgt, ist weit größer als die des dritten Unentschiedens. Oder die, dass die Austria ihr drittes Auswärtsspiel in vier Runden wie die ersten zwei ohne Gegentor gewinnt. Der Tabellenführer bedeutet doch in ganz anderes Kaliber als Ried und Admira. Es spricht mehr dafür, dass Salzburg zum fünften Mal in diesem Jahr ohne Gegentor bleibt. Zumal Trainer Jesse Marsch ankündigte, seine Mannschaft könne es besser als vergangenen Samstag beim 2:0 im Cup gegen die Austria auch zeigen. Patson Daka plant zudem einen Angriff auf die Bestmarke von Erling Haaland: Der Norweger traf bisher als einziger im Bullen-Dress bei sechs Ligaspielen hintereinander, die Sambia-Perle Daka hält bei fünf. Bleibt die Frage, wie sehr Marsch mit Blick auf die bevorstehenden Spiele, das Westderby am Samstag  gegen WSG Swarovski Tirol in Innsbruck und fünf Tag später das Heimspiel in der Europa League gegen Villarreal rotieren wird.

Was wird bei Austria anders als vier Tage zuvor? Sieeee wird wieder in Gelb spielen, aber in einer anderen Aufstellung. Ohne den verletzten Markus Suttner, aber bereits mit dessen Vorgänger und jetzt Nachfolger auf dieser Position, Andreas Poulsen. Erst Montag kam der  Däne von Mönchengladbach nach Wien, General Manager Peter Stöger ließ wenig Zweifel daran, dass er ihn bringen wird: „Er steht voll im Saft, kennt die Mannschaft und die Liga. Er weiß, was wir verlangen, wir wissen, was wir an ihm haben!“ Marco Djuricin wird zum ersten Mal auf der Bank sitzen. Da Eric Martel keine Nachwirkungen vom Cupspiel im lädierten Sprunggelenk spürte, ist er 18 jährige Deutsche (Bild oben) heute wieder ein Schlüsselspieler in Stögers Matchplan. Für Martel war die Leistung im Cup ein „relativ guter Job“. Er weiß, dass Mittwoch in sehr guter gelingen muss, um nicht zweimal innerhalb von fünf Tagen in Salzburg zu verlieren: „Die Mannschaft lebt. Aber ohne einen weiteren Schritt nach vorn wird keine Überraschung möglich sein“, wusste Stöger. Die Fortschritte sah er bisher punkto Teamgeist, klarerer Aufgabenverteilung, Laufleistung. Aber es muss noch mehr kommen, um Punkte zu holen, die man als Gast in Salzburg nicht auf der Rechnung haben kann.

Anders als Poulsen ist der Montag von Austria zur Admira transferierte Max Sax in der Südstadt für Mittwoch kein Thema. Trotz Chance, mit einem Sieg die rote Laterne an die Vorarlberger weiterzureichen. Für St. Pölten geht s gegen den LASK darum, den ersten Sieg in der Bundesliga gegen die Linzer zu landen. Mehr als drei Unentschieden schauten bisher nicht heraus. Pikant, dass mit Alexander Schmidt St. Pöltens bester Torschütze eine Leihgabe des LASK ist, Winterkauf Samuel Tetteh eine erfolgreiche LASK-Vergangenheit hat. Trainer Robert Ibertsberger: „Wir haben viel im mentalen Bereich gearbeitet!“

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