Fußball

Ohne Highlights und ohne Fehler: David Alaba erstmals wieder in Startelf

Nach 434 Tagen war es Sonntag im Bernabeu-Stadion wieder so weit: Österreichs Teamkapitän David Alaba erstmals seit 17. Dezember 2023 gegen Villarreal, als das Kreuzband im linken Knie riss, wieder in der Startelf von Real Madrid. Gegen den Tabellenzehnten Girona gab er selbst grünes Licht, weshalb ihn Trainer Carlo Ancelotti mit dem 19 jährigen Raul Asencio im Abwehrzentrum beginnen ließ. Alaba spielte 73 Minuten. Als er unter Standing Ovations ausgetauscht wurde, der Franzose Eduardo Camavinga für ihn kam, führte Real durch einen Knaller von Luka Modric knapp vor der Pause 1:0. Ohne Alaba fiel im Finish durch Vinicius junior auch das 2:0. Womit Real Madrid seine Negativserie nach drei Runden ohne Sieg beendete, punktgleich mit Tabellenführer FC Barcelona blieb.

„Ich habe mich bereit gefühlt, es lief gut“, sagte Alaba knapp zu seinem bisher längsten Einsatz seit 14 Monaten. Vom Internetportal „Real Madrid total“ erhielt er gute Kritiken: „Er konzentrierte sich auf die vermeintlich einfacheren Aufgaben, brachte viel Ruhe in die Verteidigung. Ein erfolgreiches Comeback ohne Highlights, aber auch ohne Fehler.“ In eineinhalb Wochen dürfte die erste große Prüfung erfolgen. Das Madrid-Derby im Achtelfinale der Champions League gegen Atletico, in der La Liga einen Punkt hinter Real auf Rang drei.

Österreichs Teamchef Ralf Rangnick wusste von den 73 Alaba-Minuten, als er Sonntag bei „Talk&Tore“ von Sky zu Gast war. Für ihn ist es noch nicht klar, ob Alaba im März in den Play-offs der Nations League gegen Serbien schon dabei sein wird: „Ich stehe mit David ständig im Austausch, wir werden bald darüber reden, ob es Sin macht, schon Kopf und Kragen zu riskieren!“ Denn Rangnick rechnet damit, dass es sowohl im Happel-Stadion als auch in Belgrad heftig zur Sache gehen wird: „Das wichtigste für Österreich ist doch, dass David noch fünf Jahre auf höchstem Niveau spielt!“ Daher wäre vielleicht besser Schonung angesagt, zumal es im Abwehrzentrum mit Kevin Danso, Philipp Lienhart oder Stefan Posch Alternativen gibt. Ausfallen werden gegen Serbien sicher wegen Knieproblemen Xaver Schlager und Max Wöber, dazu Sasa Kalajdzic, der bei Wolverhampton zwar wieder im Mannschaftstraining steht, aber noch nicht zum Einsatz kommt. In Wien wird auch der gesperrte Konrad Laimer fehlen.

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