Fußball

Erster Wimmer-Doppelpack mit verlängertem Rücken und 100 km/h! Alaba verlor in Sevilla

Seit 2021 spielt der Ex-Austrianer Patrick Wimmer in der deutschen Bundesliga, seit 2022 bei Wolfsburg. Samstag gelang ihm sein erster Doppelpack: Er erzielte beide Tore zum 2:1 (1:0)-Auswärtssieg im Nordderby gegen Werder Bremen, das die VW-Werkself im Rennen um die Europacupplätze hielt. Vor der Pause traf Wimmer nach einem Eckball, an dem Bremens Torhüter Michael Zetterer vorbeisprang, mit dem verlängerten Rücken (!), nach der Pause aus 20 Metern mit rechts (Bild). Der Distanzschuss schlug mit 100 km/h unter der Latte ein. Bremens Tor fiel erst in der Nachspielzeit. Wimmers Trainer Ralph Hasenhüttl sprach von einem der schwächeren Auswärtsspiele: „Es spricht für uns, dass wir auch solche gewinnen können!“ Dank Wimmer, der im ZDF herzerfrischend Details zum Führungstor verriet: „Ich hab´den Ball am Arsch gespürt“ antwortete er auf die Frage, wie man ein Tor it dem Rücken erzielt. Es war der verlängerte Rücken. Bei Bremen fehlten alle Österreicher: Romano Schmid und Marco Grüll waren krank, Marco Friedl verletzt.

Jubeln konnte auch der zweite steirische Trainer in der Bundesliga. Christian Ilzer entfernte sich mit Hoffenheim durch den 1:0 (0:0)-Auswärtssieg über Dortmund-Bezwinger Bochum, bei dem Alexander Prass durchspielte,  weiter vom Kampf gegen den Abstieg. Hoffenheim liegt acht Punkt vor dem Relegationsplatz und zehn vor dem Abstiegsplatz, auf dem Heidenheim nach der 0:3-Heimneiderlage mit Matthias Honsak und Paul Wanner gegen Borussia Mönchengladbach als Vorletzter liegt. „Das waren Big Points“, freute sich Ilzer, „weil wir das Kampfspiel angenommen haben!“ Marcel Sabitzer gewann mit Borussia Dortmund durch das 2:0 (0:0) in Hamburg bei St. Pauli, bei dem der Ex-Salzburger Karim Adeyemi den zweiten Treffer erzielte, in dieser Bundesligasaison erstmals zweimal hintereinander.  Für Nicolas Seiwald und RB Leipzig gab es mit der 1:2 (1:0)-Heimniederlage gegen Mainz im Duell um Platz vier und die Qualfikation zur Champions League einen Tiefschlag. Der Leistungsabfall nach dem 1:0 im Pokalviertelfinale gegen Wolfsburg am Mittwoch war eklatant. Die Führung mit der ersten Aktion durch den Holländer Xavi Simons hielt nur bis zur 52. Minute. Seiewald wurde nach 59 Minuten, kurz nach dem Mainzer Siegestor, eingewechselt, der erkrankte Christoph Baumgartner war nicht im Kader. Damit wächst wieder die Kritik an Trainer Marco Rose, von Sportchef Marcel Schäfer gab es auf Nachfrage kein „Treuebekenntnis“ zu Rose. Die Generalprobe von Meister Leverkusen für das Champions League-Duell gegen Tabellenführer Bayern endete mit einem 4:1 (3:1)-Auswärtsssieg gegen den Dritten Eintracht Frankfurt.

In Spaniens La Liga gab es für David Alaba bei seinem zweiten Einsatz in Real Madrids Startelf nach der Knieoperation eine 1:2 (1:1)-Niederlage beim Siebenten Betis Sevila. Erstmals begann mit Österreichs Teamkapitän und dem Deutschen Antonio Rüdiger wieder die Stammbesetzung im Abwehrzentrum. Real ging zwar in Führung, vor der Pause fiel der Ausgleich, nach 54 Minuten verwandelte Ex-Real-Spieler Isco einen von Rüdiger verschuldeten Elfmeter zum Siegestor. Nach 57 Minuten bekam Alaba für ein Foul die gelbe Karte, kurz darauf tauschte ihn Trainer Carlo Ancelotti aus. Barcelona kann Sonntag durch einen Heimsieg über Real Sociedad Real um drei Punkte distanzieren. Bereits Samstag überholte Atletico Madrid durch ein 1:0 gegen Bilbao den Stadtrivalen vor dem Aufeinandertreffen in der Champions League.

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