Die Topmeldung der Transferzeit war es zwar sicher nicht, dass Red Bull Salzburg mit Benedict Scharner einen 20 jährigen österreichischen Mittelfeldspieler holte, der im norwegischen Bergen, der Stadt, aus der Salzburgs erster Gegner in der Qualifikation zur Champions League kommt, geboren wurde. Weil 2005 sein Vater, Ex-Teamspieler Pauk Scharner, dort engagiert war. Er war ein Jahr davor von Austria Salzburg nach Bergen gewechselt. Aber das ist nur ein Aspekt an diesem „besonderen“ Transfer, der Sebastian Prödl, den Leiter der ÖFB-Nachwuchs-Nationalteams freut: „Eine österreichische Lösung statt eines Ausländers, das ist ein Zeichen, das damit gesetzt wird!“ Scharner spielte sechsmal in Österreichs U 19.
Er galt als größtes Talent der Akademie St. Pölten, als er 2022 mit 17 in den Kader des Zweitligisten kam. Die Trainer von Scharner (Bild) waren Stephan Helm, der letzte Saison mit der Wiener Austria aufhorchen ließ, und Emanuel Pogatetz, jetzt beim Höhenflug von Crystal Palace an der Seite von Olver Glasner. Helm und Pogatetz galten als Förderer von Scharner, in der zweiten Saison gab es Schwierigkeiten. Nur vier Einsätze waren dem Herrn Papa offenbar zu wenig. Der Sohn wechselte ablösefrei in die Primavera zu Hellas Verona, sammelte dort andere Erfahrungen. Viermal in der Startelf, zehnmal eingewechselt, das letzte Mal über 90 Minuten allerdings schon im November. Jetzt muss er bei Salzburg aufzeigen, vorerst bei Liefering in der zweiten Liga. Dort ist Daniel Beichler sein Trainer. Der von seinen fünf Länderspielen unter Teamchef Didi Constantini vier mit Scharners Vater bestritt. Darunter auch das Debüt am 1. April 2009 beim 2:1 gegen Rumänien in Klagenfurt. Zu Beichlers Spielern in der kommenden Saison gehört auch Ilia Ivanschitz, der Sohn von Österreichs Ex-Teamkapitän.
Salzburg verkaufte den 21 jährigen deutschen Torhüter Jonas Krumrey, der im Frühjahr an Lyngby Kopenhagen verliehen war, an den deutschen Zweitligisten Holstein Kiel. der derzeit in den USA auf Trainingslager ist. Daher flog Krumrey von der Klub-WM gar nicht nach Salzburg zurück, sondern zu seinem neuen Klub nach Minnesota. Bei der Klub-WM festigte d er 18 jährige Christian Zawieschitzky mit drei starken Leistungen seine Position als Nummer zwei hinter Alexander Schlager. Möglich, dass Schlager wegen seines lädierten Handgelenks auch gegen Brann Bergen noch nicht spielen kann.