Fußball

Viennas Neuer ist ein Rückkehrer nach sieben Jahren: Hans Kleer

Die Vienna löste ihre Trainerfrage mit einem, der auf der Hohen Warte schon sowohl als Spieler (1992 bis 1995) als auch als Trainer seine Erfahrungen sammelte: Der 56 jährige Hans Kleer (Bild), der aus seinem laufenden Vertrag in Oberösterreich bei ASKÖ Oedt nach sechs Runden der Regionalliga Mitte ohne Niederlage, einer Überraschung im Uniqa-Cup (1:0 gegen Austria Salzburg) und dem umkämpften k.o. gegen WSG Tirol (1:3) ausstieg. Daher wird die Vienna sicher eine kleine Ablöse für Kleer bezahlen haben müssen. Anders wird das Oedt-Boss Franz Grad nicht gegangen sein. Die Hoffnung von Viennas Präsident Kurt Svoboda in den Rückkehrer: „Er soll dort anknüpfen, wo er damals aufgehört hat!“ Damals war von 2016 bis 2018, als er Österreichs ältesten Fußballklub in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zum Meistertitel in der Regionalliga Ost führte. Ein Aufstieg blieb damals aus finanziellen Gründen verwehrt,  die Vienna musste auch wegen einer unsinnigen Klage gegen den ÖFB sogar in die Wiener Unterliga zurück.  Weshalb Kleer zurücktrat.

In der Saison 2021/22 machte er als Stripfing-Trainer der Vienna den Aufstieg in die zweite Liga, die Rückkehr in den Profifussball schwer, im Spitzenspiel auf der Hohen Warte gab es ein 0:0, das die Vienna ihrem damaligen Torhüter Andreas Lukse zu verdanken hatte. Im Frühjahr saß Kleer bei einigen Heimspielen der Vienna auf der Tribüne, er weiß, worauf er sich eingelassen hat. Vorerst fühlt es sich für ihn großartig an, die Heimkehr an die alte Wirkungsstätte erfüllt ihn mit Stolz. Seine Erfahrung ist gefragt, er soll mehr mit den Spielern reden als es Vorgänger Mehmet Sütcü tat. Fünf Stationen hatte Kleer seit dem Rücktritt bei der Vienna, davon war nur eine in der zweiten Liga bei Horn. Das dauerte nur neun Spiele. Zwei Saisonen trainierte er Austria Lustenau in der zweiten Liga, aber das war bereits vor 18 Jahren. Sportdirektor Andreas Ivanschitz ist überzeugt, dass Kleer den vorhandenen Kader optimal einsetzen wird.

Kleer bringt mit Drazen Grujicic, mit dem er auch in Stripfing und Traiskirchen zusammenarbeitete, einen Assistenten mit. Aleksander Gitsov, der in den letzten zwei Monaten offiziell auch Trainer war, ist nicht mehr dabei, Roman Kienast bleibt wie bei Sütcü Co-Trainer. Sollt Kleer die Mission Aufstieg gelingen, dann beginnen neue Probleme: Denn er hat nicht die UEFA-Pro-Lizenz, die ein Trainer braucht, um in der Bundesliga arbeiten zu dürfen.

Foto: First Vienna FC.

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