Fußball

Ilzer und Schicker sind für den neuen Kosovo-Helden Wohlfühlfaktoren

Seit Dienstag ist Fisnik Asllani der neue Nationalheld des Kosovo. Weil der 23 jährige das goldene Tor zum 1:0-Sieg gegen Schweden in Göteborg erzielte, das die Chancen auf die erste WM-Qualifikation des Kosovo verbesserte. Am Karrieresprung des 23 jährigen gebürtigen Berliners sind auch zwei Österreicher, genau gesagt zwei Steirer, beteiligt: Andreas Schicker und Christian Ilzer, Sportchef und Trainer bei Hoffenheim. Er bezeichnet sie sogar als Wohlfühlfaktoren. Die hatten aber nichts mit ihm zu tun, als ihn Hoffenheim in der Saison 2023/24 an die Wiener Austria verlieh, 2024/25 an den deutschen Zweitligisten Elversberg. Aber sie holten ihn im Sommer zurück. Schicker verlängerte seinen Vertrag gleich bis 2029: „Der Plan, der mir vorgelegt wurde, hat mich überzeugt“, erzählt Asllani, „mir wurde eine wichtige Rolle versprochen!“ Auch, wenn Asllani die letzten zwei Jahre nicht bei Hoffenheim war, hörte er sich immer herum, was im Verein so lief: „Die Stimmung ist über den Sommer deutlich besser geworden, weil einige Schritte getätigt wurden, die gut waren. Die Kader-Zusammensetzung, die Charaktere passen. Das spürt man!“

An Ilzer gefällt ihm, dass er ein ziemlich ruhiger Typ ist, keiner, der die ganze Zeit herumschreit: „Mir taugt es, dass er immer die Ruhe bewahrt. Dieses Vertrauen machte es uns als Mannschaft einfacher!“ In seinen erfolgreichen Jahren bei Sturm Graz hinterließ Ilzer nicht immer einen ruhigen Eindruck. Asllani geht es auch um den Spaß auf dem Platz. Den fand er bei Hoffenheim mit fünf Toren und zwei Assists in sieben Pflichtspielen und auch bei Kosovos Team unter Österreichs Ex-Teamchef Franco Foda und seinem Salzburger Assistenten Robert Ibertsberger: „Es ist wichtig, Träume zu haben und auf etwas hinzuarbeiten!“ Die Träume sind derzeit das WM-Ticket und mit Hoffenheim auf einen Europacup-Platz zu kommen. St. Pauli, Heidenheim, Wolfsburg und RB Leipzig sind die Gegner bis zur nächsten Länderspielpause, dann kommen die entscheidenden WM-Qualifikatonsspiele gegen Slowenien in Laibach und die Schweiz in Pristina. Aslanis Marktwert stieg durch das erstes Siegestor für den Kosovo in seinem zehnten Länderspiel schon auf 18 Millionen Euro. Zu Austria-Zeiten stand er nur bei 800.000.

Foto: TSG Hoffenheim.

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