Eishockey

Noch 14 Runden – für die Vienna Capitals geht es schon um „Pflichtsiege“

Noch 14 Runden sind bis zum Ende des Grunddurchgangs der ICE League am 1. März zu spielen. Wie es aussieht, werden von den österreichischen Klubs nur Tabellenführer KAC, die Grazer 99ers und Meister Red Bull Salzburg, der Sonntag mit dem 6:1 (2:1, 2:0, 2:0) über die Vienna Capitals den zehnten Sieg hintereinander feierte, direkt ins Viertelfinale schaffen. Salzburgs Kapitän, der 39 jährige Thomas Raffl, wird Montag in Bozen sein 1000. Ligaspiel bestreiten. Das gelang vor ihm nur der  KAC-Legende Thomas Koch. Die Linzer Black Wings, Villach und die Capitals können nur noch über de Pre Play offs unter die letzten acht kommen. Für die Capitals geht es schon jetzt ans Eingemachte: Wenn nicht Montag gegen Villach und Freitag gegen die Black Wings zwei Heimsiege gelingen, wird´s noch enger, als es jetzt schon ist. Die Niederlage in Salzburg war zwar kein Beinbruch, bedeutete aber den Rückfall von Rang acht auf zehn. Der Elfte, der ungarische Neuling Ferencvros, hat nur einen Punt Rückstand. Die Capitals sind punktegleich mit Villach, die zwei Spiele weniger absolvierten, haben zwei Punkte weniger als die Linzer, allerdings auch zwei Spiele weniger. Alles sehr eng, aber doch deutlich unter den Erwartungen von Sportchef Christian Dolezal, der vor Saisonbeginn im September behauptete:“Das ist eine Mannschaft, die unter den ersten sechs landen muss!“ Es war ja kein Stein am anderen geblieben, es gab 14 Neuzugänge.

Verletzungen sind keine Begründung dafür, mit denen muss auch die Konkurrenz leben. Im November kam es zum Trainerwechsel von Gerry Fleming zu Kevin Constantine (Bild), der die Defensive stabilisieren konnte. Mit ihm gab es in sieben Heimspiele fünf Siege, jetzt braucht es den sechsten und siebenten vor den drei Auswärtsspielen in Graz, Feldkirch und Innsbruck.  Die Ex-Villacher Raphael Wolf und Sam Antonitsch bestreiten Montag ihr 400. Ligaspiel, wegen Erkrankung oder Verletzung sind mit Benjamin Lanzinger, Christof Kromp und Stürmer Scott Kosmarchuk drei mit Villacher Vergangenheit fraglich, Kosmarchuk wurde  im Dezember als elfter Legionär engagiert. Die Frage, wer als überzähliger auf die Tribüne muss, stellt sich derzeit durch den Ausfall von Stürmer Jeremy Gregoire nicht. Auch Villach wechselte den Head Coach. Doch die Tray Tuomie lief es besser als mit Nachfolger Pierre Allard, mit dem es nur zwei Siege, aber zehn Niederlagen gab. Sportchef Herbert Hohenberger nahm die Spieler in die Pflicht.

Mit dem Zuschauerschnitt von knapp 5000 sind die Capitals in der Liga aber die Nummer eins. Das 1:3  gegen den KAC am 27. Dezember war mit etwas mehr als 7000 Fans das bisher bestbesuchte Spiel der Saison. Die Kulisse würde es sicher öfters geben, wenn die Capitals vorne mitmischen und nicht um einen Platz im Pre-Play-off kämpfen müssen.

Foto: Vienna Capitals/Manfred Szieber.

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