Sechs Transferaktivitäten um Defensivspieler in zwei Tagen – das sind die Neuigkeiten aus der Bundesliga. Seit Mittwoch ist der Wechsel eines österreichischen U-21-Teamverteidigers in die zweite deutsche Liga perfekt: Damjan Kovacecic (im Bild links) spielt künftig nicht mehr für Hartberg, sondern für Eintracht Braunschweig. Das ist vor allem auch deshalb erwähnenswert, weil bei den Niedersachen seit April Lars Kornetka, der Assistent von Österreichs Teamchef Ralf Rangnick, Trainer ist. Mit Stefan Kulovits, der zweimal interimistisch Rapids Cheftrainer war, an seiner Seite. Sie übernahmen die Eintracht auf einem Abstiegsplatz, schafften aber als. 15. die Rettung. Kornetka, der Donnerstag mit Österreichs Team nach Los Angeles fliegt, möchte nächste Saison mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun haben. Kovacevic absolvierte 38 Bundesligaspiele für die Steirer, erzielte im letzten sein einziges Tor. Zum denkwürdigen 3:1 in Salzburg, dem bisher einzigen Hartberg-Sieg in der Bundesliga gegen die „Bullen“. Sein Transfer ging ablösefrei über die Bühne.
Doublegewinner LASK holte für die Abwehr einen Kamerun-Legionär aus der Ukraine. Eine sicher ungewöhnliche Personalie: Der 24-jährige Linksfuß Yvan Dibango spielte fast vier Jahre bei Kryvbas Kryvyi, dem Siebten der Ukraine-Liga, zuvor in Weißrussland bei Isloch Minsk. Dibango kann sowohl im Abwehrzentrum als auch als Linksverteidiger eingesetzt werden, bekam einen Dreijahresvertrag. Ablöse musste der LASK für ihn keine zahlen. Hingegen Vizemeister Sturm Graz, um bei Feyenoord Rotterdam die Kaufoption für den 21-jährigen Innenverteidiger Jeyland Mitchell zu ziehen. Das kostete nicht weniger als 2,9 Millionen Euro. Das ist aber auch als strategische Entscheidung zu sehen: Denn bis zum Ende der Transferzeit kann Sturm den 29-fachen Teamspieler von Costa Rica mit Gewinn weiterverkaufen.
Wolfsberg holte den 29-jährigen Wiener Raffael Behounek aus Holland nach Österreich zurück. Trainer Thomas Silberberger weiß aus gemeinsamen Zeiten bei WSG Tirol, was er an dem Innenverteidiger hat. Behounek bestritt für seinen Wechsel zu Willem II 118 Bundesligaspiele für den Klub aus Wattens. Seit 2023 erlebte er im Land der Tulüen bewegte Zeiten: In der ersten Saison Aufstieg in die Eredivisie, in der zweiten Abstieg, in der dritten via Play-offs wieder Aufstieg. In Kärnten unterschrieb Behounek bis 2029. GAK-Sportchef Tino Wawra fand einen interessanten Abwehrspieler in der zweiten Liga bei Amstetten, verpflichtete den 24-jährigen Matthias Gragger.
Die Ausnahme war Rapid. Mit dem U-19-Teamspieler Adrian Riegel wurde ein Stürmer verpflichtet, der aber vorerst für die zweite Mannschaft eingeplant ist. Der Wiener war zuletzt bei Hoffenheims U19, zuvor auf der Akademie in St. Pölten. Noch ein Ziel hat Grün-Weiß: der grünste Verein Österreichs werden! Das soll mit Hilfe des neuen Partners Econetix, eines international tätigen Nachhaltigkeitsberaters, gelingen.
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