Drei Tore und zwei Assists in sieben Spielen, einmal Man of the Match – das fühlt sich für den Österreicher in Diensten von Cambuur Leeuwarden, den Aufsteiger in Hollands Eredivisie, gar nicht schlecht an. Für den 24-jährigen Nicolas Binder, Sohn des ehemaligen Spielers von Austria und Admira. Die Karriere des 1,93 Meter großen Mittelstürmers scheint in der Hauptstadt der Provinz Ostfriesland wieder Fahrt aufzunehmen. Im Frühjahr 2023 hatte er bei Rapid sieben Einsätze in der Bundesliga als Joker, erzielte im Europacup-Play-off gegen WSG Tirol ein Tor. Von Grün-Weiß ging es zu Austria Klagenfurt. Dort blieb er zwei Jahre bis zum Abstieg. Sieben Tore in 52 Spielen gingen auf sein Konto. Dann wechselte er nach Leeuwarden in die zweite holländische Liga. Die letzte Saison war für ihn eine schwere Zeit: Zum Aufstieg von Cambuur trug er nur wenig bei. Zum Teil wegen Verletzungen. Jedenfalls erzielte er in der gesamten Saison kein Tor. Für einen Stürmer ein Horror. Aber Binder hat’s offenbar doch nicht verlernt.
Sein Trainer ist seit Sommer der 39-jährige Johan Plat, der zuvor in Spanien bei Zweitligist Castellon engagiert war. Bei ihm wurde Binder wieder unheimlich wertvoll, wie es Plat ausdrückte: „Er stand in der Reihenfolge nach einem schwierigen Jahr ganz hinten, hat sich aber vom ersten Tag zurückgekämpft“. Sportdirektor Lars Lambooj lobt Binder, weil er trotz seiner Größe auch technisch versiert und daher vielseitig einsetzbar ist!“ Jetzt gilt es für Binder, die Leistungen zu bestätigen, um Werbung in eigener Sache zu machen. Binders Vertrag läuft zum Saisonende aus.
Die Österreicher in der Eredivisie sind sozusagen Tabellennachbarn. Leuuwarden liegt drei nPunkte vor den Abstiegsplätzen auf Rang 14, NEC Nijmegen hat einen Punkt mehr, ist Zwölfter. Dort ist aber Ex-Wolfsberg-Tormann Nikolas Polster im Kampf um die Nummer eins in der Warteschleife. Trainer Dick Schreuder, bei dem Binders Trainer früher Assistent war, bevorzugt derzeit den Spanier Gonzalo Crettaz. Polster hatte bisher fünf Einsätze, den letzten am 20. September.
Foto: Cambuur Leuwarden.