Fußball

Sturm kann mit Meisterteller-Druck umgehen, Austria mit Platz zwei gut leben

Ausverkauft sowohl in Graz als auch in Wien, alles ist angerichtet für das große Titelfinish zwischen Sturm Graz, der Wiener Austria und Wolfsberg, vor dem alles für die erfolgreiche Titelverteidigung der Steirer spricht. Wenn ein Klub in einer Saison den Sportdirektor (Andreas Schicker) und den Trainer (Christian Ilzer) verliert, in der Winterstransferzeit den Torjäger (Mika Biereth) und einen bosnischen Teamspieler (Jusuf Gazibegovic) verkauft, für Biereth keinen glechwertigen Ersatz findet und dennoch mit drei Punkten Vorsprung in die letzte Runde geht, dann spricht das für die Qualität der Mannschaft und von Ilzers Nachfoger Jürgen Säumel. Der überzeugt ist, dass seine Mannschaft Platz eins hält. Die dritte Saisonniederlage gegen Wolfsberg, den den Titel kosten würde, kann sich keiner vorstellen, egal ob Kapitän Ion Gorenc Stankovic spielen kann oder nicht: Sturm beginnt das Spiel als Erster und würde es auch so beenden, wenn es nur ein Unentschieden gibt. Letztes Jahr, als Sturm in der letzten Runde einen Heimsieg gegen Austria Klagenfurt brauchte, um Red Bull Salzburg zu enttrohnen. bewiesen schon sieben, die Samstag dabei sind, dass sie mit dieser Drucksituation umgehen können: Gregory Wüthrich, Dimitri Lavalee, Stankovic, Tomi Horvath, William Boving, Max Johnston und Amady Camara waren auch 2024 im Einsatz, Abwehrchef Wüthrich und Camara erzielten die Tore zum 2:0.  Otar Kiteishvili, der Spieler der Saison, fehlte damals, aber um den Routinier muss man sich keine Sorgen machen. Für zwei Brighton-Leihspieler, Tormann Kjell Scherpen und Mittelfeldmotor Malick Yalcouye, wird es voaussichtlich das letzte Spiel für den Meister.

Austria gab sich keinen Titelträumen hin, wie Trainer Stephan Helm versicherte. Auch mit Platz zwei würde man sich für eine großartige Saison belohnen. Der Heimsieg gegen den Sechsten Blau Weiß Linz wäre die Bestätigung, würde nur den ersten Titel seit zwölf Jahren bringen, wenn Sturm daheim gegen Wolfsberg verliert: „Zweiter zu werden, wäre eine grandiose Sache, alles andere ein Traum!“, skizzierte Kapitän Manfred Fischer die Ausgangsposition. Für Andreas Gruber und Marvin Potzmann wird es das letzte Spiel im violetten Dress, der Samstag schon das Heimtrikot für die neue Saison sein wird. Das in Zusammenarbeit mit dem italienischen Ausrüster Macron unter der Devise „Wir tragen Wien, Wien trägt uns“ steht. Zentrales Element ist die Wiener Stadtkarte, die sich über das Trikot erstreckt. Mit dem Verteilerkreis am Herzen und dem Veilchen als Symbol genau dort, wo sich Austrias „Wohnzimmer“, die Generali-Arena befindet. Der rot-weiße Bund am Kragen und auf den Ärmeln unterstreichen die Liebe zu Wien.

Ligavorstand Christian Ebenbauer ist mit dem 18.000 Euro teuren Meisterteller in Graz, sein Kollege David Reisenauer mit einem zweiten Modell bei der Austria. In beiden Stadien steh eine 20 Quadratmeter große und drei Meter hohe Meisterbühne bereit, zudem gibt es jeweils zwei Konfetti-Kanonen. In Graz würde Sturms Ex-Trainer Franco Foda, der als Spieler in der Ära von Ivica Osim zweimal in Folge den Titel gewann, den Meisterteller auf das Spielfeld tragen, in Wien Erich Obermayer, der mit Austria achtmal Meister wurde.

1

Meist gelesen

Nach oben