Egal, ob Dienstag Chelsea gegen FC Barcelona oder Manchester City gegen Leverkusen oder Borussia Dortmund mit Marcel Sabitzer gegen Villarreal, ob Mittwoch Paris St. Germain gegen Tottenham mit Kevin Danso oder Atletico Madrid gegen Inter Mailand, in der fünften Runde der Champions League steht alles im Schatten des Spitzenduells im Norden von London, wo mit Arsenal der Zweite Tabellenführer Bayern München herausfordert, für die erste Niederlage des deutschen Meisters in dieser Saison sorgen will. Im Emirates Stadium treffen zwei Mannschaften aufeinander, die zusammen einen Marktwert von 2,261 Milliarden Euro haben: Arsenal 1,31 Milliarden, Bayern München 951 Millionen. Arsenal hat seine Mannschaft im Sommer aufgerüstet. Mit Teamspielern aus Schweden (Torjäger Viktor Gyökeres), Spanien (Mittelfeldspieler Martin Zubimendi) und England. Das ist Eberechi Eze (Bild) von Oliver Glasners Crystal Palace, der Sonntag bei Arsenals 4:1-Heimsieg gegen Tottenham dreimal traf. Teuerster Einkauf der Klubgeschichte war bereits vor zwei Jahren Declan Rice, für den Arsenal an West Ham 117 Millionen bezahlte.
Das passierte alles in der Ära des spanischen Trainers Mikel Arteta, der seit sechs Jahren diesen Job hat, zuvor drei Jahre Assistent von Pep Guardiola bei Manchester City war. Bei Arsenal holte er nur einen nationalen Titel (2020 den englischen Pokal), gewann zweimal den Community Shield. International war letzte Saison das Semifinale der Champions League, in dem Arsenal an Paris St. Germain scheiterte, das beste Ergebnis. Nach dem Ausscheiden in Paris lag Arteta mit dem Satz, nun sei die beste Mannschaft aus der Königsklasse raus, etwas daneben. Arteta spricht stets von einem Prozess, bittet um Geduld, doch schön langsam muss er einen Titel holen. Drei zweite Plätze in der Premier League sind für Arsenal-Verhältnisse nicht gut genug. Arteta muss in dieser Saison liefern.
Bei Bayern fehlt Luis Diaz: Der Kolumbianer wurde nach der roten Karte beim 2:1 in Paris für ein schlimmes Foul an Achraf Hakimi für drei Spiele gesperrt. Die Bilanz der bisherigen 14 Duelle zwischen Arsenal und Bayern spricht für die Münchener. Die letzte Niederlage gab es vor zehn Jahren in einem Gruppenspiel, beim letzten Aufeinandertreffen im Viertelfinale 2023/24 kam Bayern weiter: 2:2 in London, 1:0 in München durch ein Kopftor von Joshua Kimmich. In Österreich ist der Schlager aus London Mittwochabend live nur bei Canal+ zu sehen.
Foto: FC Bayern.