Eishockey

Die große Hoffnung auf den nächsten Schritt: Es geht um die Drecksarbeit

Vor einem Jahr kam Österreich in Stockholm durch eine 6:1-Gala gegen Lettland erstmals nach 31 Jahren ins Viertelfinale der Eishockey-WM. Dienstag in Zürich die Neuauflage zu verlangen, wäre zu viel verlangt, obwohl Dominic Zwerger und Vincenz Rohrer, die damals je zwei Tore erzielten, wieder dabei sind. Aber acht Sieger von damals fehlen diesmal im WM-Aufgebot. Dennoch sprechen alle über den dritten Sieg. Gelingt der, wäre er noch höher einzuschätzen als der in Stockholm. Egal, ob er in der regulären Spielzeit oder nach Verlängerung oder erst im Penaltyschießen gelingt.  Lettland, vor zwei Jahren Gewinner der WM-Bronzemedaille, schlug bisher Deutschland 2:0, verlor zuvor gegen die Schweiz 2:4. Mit Sandelis Vilmanis, dem Stürmer der Florida Panthers, ist ein NHL-Legionär dabei. Der 22 jährige bestritt in seiner ersten NHL-Saison  19 Spiele, in denen er auf fünf Scorerpunke (drei Tore, zwei Assists) kam. Tormann Krister Gudelevskis von den Fishtown Penguins Bremerhaven, wurde 2025  zum Tormann der Saison in der DEL gewählt. Lettland hat mit Österreich noch eine Rechnung offen. In der Vorbereitung gab es zwei Spiele in Riga mit Sieg und Niederlage.

„Die ersten zwei Siege ggen England und Ungarn helfen, den nächsten Schritt zu machen“, glaubt Teamchef Roger Bader.  Gelingt der wirklich, wäre das mehr, als man vor der Weltmeisterschaft erwarten durfte. Im Tor dürfte die Wahl wieder auf David Kickert fallen, der auch in Stockholm der Rückhalt gegen die Letten war. Damals folgte auf den Triumph im Viertelfinale die 0:6-Abfuhr gegen die Schweiz. Diesmal folgt in der Gruppe wieder das Nachbarsduell auf das Spiel gegen Letten. Mit einem Nachteil: Die Eidgenossen haben Dienstag ihren Ruhetag. An die Schweiz-Partie dachte aber noch keiner, nur an das erwartete Kampfspiel gegen die Letten: „Es geht darum, die Drecksarbeit zu machen und einfach zu spielen“, wusste Zwerger, der von der Unterstützung durch die Fans aus Österreich am Wochenende begeistert war: „Ein Gänsehautgefühl!“ Ob auch an einem Arbeitstag so viele kommen können?

Ein Teamverteidiger wechselt den Klub: Der 26 jährige David Maier, den Bader in der dritten Linie einsetzt, übersiedelt vom KAC zu Meister Graz 99ers, bei dem er einen Dreijahresvertrag unterschrieb.

Foto: IIHF.

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