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Deutscher Ersatz für Salzburgs Kapitän! Ärger bei Sturm wegen Kiteisihvili

SALZBURG, AUSTRIA – AUGUST 30, 2026: Leandro Morgalla of FC Red Bull Salzburg during the ADMIRAL Bundesliga match FC Red Bull Salzburg vs. FK Austria Wien at Red Bull Arena in Salzburg, Austria. (Photo by Klaus Huber – FC Red Bull Salzburg)

Red Bull Salzburg und Sturm Graz „leiden“ unter den Nachwirkungen der Nations League, müssen vorerst auf Stammspieler verzichten.  Bei Salzburg betrifft das Kapitän Nikolas Veratschnig, der sich bei seinem Debüt in Österreichs Team, dem 3:1 gegen Kosovo, am Knie verletzte und mehrere Wochen fehlen wird. Beim ungarischen Offensivspieler  Damir Redzic passierte es bei Ungarns 1:0-Heimsieg gegen Georgien. Als Ersatz für Rechtsverteidiger Veratschnig tendierte Trainer Danny Röhl zum 22-jährigen Leon Morgalla (Bild), der Dienstag mit Deutschlands U 21 durch ein 2:0 gegen Georgien in Bielefeld die Qualifikation für die EM 2027 schaffte. Morgalla kam im Finish zum Einsatz, Joshua Quarshie, der neue Innenverteidiger von Sturm Graz, gehörte zur Startelf, spielte durch. Morgalla kam vor drei Jahren mit 18 von 1860 München nach Salzburg, kostete 1,8 Millionen Euro Ablöse, war letzte Saison in die zweite deutsche Liga an Bochum verliehen. In dieser Saison spielte er bei fünf Einsätzen als Joker insgesamt 96 Minuten. Samstag in Graz gegen den GAK könnte er erstmals beginnen. Salzburgs Legionäre waren international erfolgreich: Haris Tabakovic steht mit Bosnien in der Nations League B auf Kurs Richtung Aufstieg, Abubakr Barry gab zweimal mit Gambia in der Qualifikation für den Afrika-Cup, im November gibt es das Entscheidungsspiel gegen die Elfenbeinküste.

Ungarns 1:0 gegen Georgien hatte auch für Sturm Folgen: Bei Otar Kiteishvili wurde eine Wadenverletzung wieder akut, er wurde nach 50 Minuten ausgewechselt, könnte für die gesamte Herbstsaison ausfallen. Sportchef Michael Parensen und Trainer Fabio Ingolitsch sind sauer, weil Kiteishvili bei Georgien entgegen den „Empfehlungen“ aus Graz, ihn wegen seiner Verletzungsgeschichte nicht voll zu belasten, sowohl gegen die Ukraine als auch in Budapest von Beginn an spielte. In Ungarn wurde auch der zweite Georgier von Sturm, Gizo Mamageishvili, verletzt ausgetauscht. Bei ihm besteht aber Hoffnung, dass er Samstag gegen Austria eingesetzt werden kann. Der bei Ungarns 0:0 in Nordirland am Knöchel verletzte Rapid-Verteidiger Benedegüz Bolla zählte Dienstag bei Ungarns 1:0 gegen die Ukraine in Trnava wieder zum Kader.

Neuigkeiten gibt´s am Trainersektor: Für Daniel Beichler ist die Pause nach seinem Ende bei Red Bull Salzburg im Frühjahr vorbei. Er war als Nachfolger von Thomas Letsch nur vierzehn Spiele im Amt, weil Salzburg keinen Titel gewann. Der 37-jährige Ex-Internationale versucht in Belgiens Super League bei Aufsteiger KV Kortrijk einen Neuanfang. Der Traditionsklub ist nach sechs Niederlagen in sieben Runden Drittletzter. Beichler, der einen Vertrag bis 2028 erhielt, startet am Wochenende mit dem Auswärtsspiel beim Zehnten Genk. Einen Trainerwechsel gab es bei Austria Klagenfurt. Nach zwei Niederlagen in der Regionalliga Süd und bei drei Punkten Rückstand auf Tabellenführer Velden setzte Präsident Helmut Kaltenegger seinen lange gehegten Plan in die Tat um und machte den 52-jährigen Ex-Rapid-Torjäger Carsten Jancker bereits zum zweiten Mal zum neuen Trainer. Kaltenegger setzte bereits im Frühjahr 2025, als Austria Klagenfurt noch in der Bundesliga spielte und er „nur“ Sponsor war, Jancker als Nachfolger von Peter Pacult ein. Das endete mit dem Abstieg, womit Janckers erste Ära beendet war. Jetzt soll er Klagenfurt in die zweite Liga bringen. Kaltenegger versprach, im Winter sechs Routiniers, zu verpflichten. Das klingt fast nach einer gefährlichen Drohung. Denn das werden vermutlich nur Spieler sein, die derzeit vereinslos sind.

 

 

Foto: RB Salzburg/Klaus Huber.

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