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Selbst besiegt: Die Austria prolongierte in Ried ihre Krise

RIED,AUSTRIA,17.OCT.26 - SOCCER - ADMIRAL Bundesliga, SV Ried vs FK Austria Wien. Image shows Sanel Saljic (A.Wien) and Stefan Schwab (Ried). Photo: GEPA pictures/ Mathias Mandl - For editorial use only. Image is free of charge.

1:0 geführt, aber nach 93 Minuten 2:3 (1:2) verloren: Der Wiener Austria half es Samstagabend in Ried auch nicht, durch das erste Saisontor von Johannes Eggestein nach 18 Minuten, der von links aus 17 Metern mit rechts genau ins lkange Eck traf, anders als in den letzten Runden voran zu liegen. Denn der Vorsprung hielt nur fünf Minuten. Dann drehte Ried  mit zwei Trefferen innerhalb von fünf Minuten das Spiel, die Aufholjagd gelang nicht. Mit der sechsten Niederlage in neun Runden, dem bisher schlechtesten Saisonstart, hat die Austria bereits sieben Punkte weniger als der Fünfte Ried. Wenn Sonntag Altach unerwartet in Salzburg nicht verliert, Wolfsberg seine Negativserie mit einem Heimsieg gegen WSG Tirol beendet, dann ist die Austria sogar Letzter.

Wie befürchtet fehlte der verletzte Aleksandar Dragovic, aber das ist keine Entschuldigung dafür, dass beim Ausgleich zum 1:1 Rieds Routinier Stefan Schwab zwischen den Innenverteidigern Ibrahim Buhari und Reinhold Ranftl völlig frei stand. Das nutzte der Ex-Rapid-Kapitän (Bild) per Kopf zu seinem vierten Saisontor. Dann gelang Rieds Linksfuß Philipp Pomer nach kurz abgespieltem Freistoß ein Prachtschuss zum 2:1 ins Tormanneck. Die Austria zwar gut im Spiel, wie auch Sky-Experte Peter Pacult feststellte, aber zurück. Weil sie zu leicht Tore kassiert, (insgesamt schon 18), nicht effizient genug ist. So ließ Vasilje Markovic die Chance zum 2:2 nach Vorarbeit von Manfred Fischer ungenützt, hatte der Kapitän mit einem Kopfball an die Innenstange Pech. Statt 2:2 hieß es wenig später 3:1, weil Youngster Daniel Nnodim unnötig gegen Ante Bajic einen Elfmeter schuldete. Der schwedische Routinier Isaac Thielin ließ sich die Chance zum 3:1 nicht entgehen, der Austria gelang durch Eggestein mit der praktisch letzten Aktion nur noch Resultatskosmetik.

Es zeigte sich einmal mehr: Der Kader der Austria hat nicht so viel Qualität, um sicher unter die ersten sechs zu kommen. Wer etwas anderes behauptet, der liegt falsch. „Es wäre mehr möglich gewesen“, meinte Trainer Stephan Helm, wirkte verständlicherweise genervt,  als er vom Sky-Reporter auf seine mögliche Beurlaubung angesprochen wurde. Sonntag geht es bei Wolfsberg-WSG Tirol möglicherweise um Thomas Silberberger. Der Wolfsberg-Trainer  braucht gegen seinen Ex-Klub drei Punkte, um für etwas Ruhe zu sorgen. Ein Sieg gegen Tirol gelang den Kärntnern in den letzten sechs Duellen nur einmal – in der letzten Runde der Vorsaison unter Silberberger. Ein Trainerwechsel brachte beim GAK etwas: Unter Gerald Scheiblehner gab es noch keine Niederlage. Daher rechnet sich der GAK auch Sonntag im Grazer Derby gegen Sturm etwas aus, obwohl er die letzten sechs Duelle verlor.

Foto: Gepa/Admiral.

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