Fußball

Adi Hütter mit AS Monaco gegen den Trend: 98 Millonen Transferplus!

Adi Hütter und seine steirischen Assistenten Christian Peintinger und Klaus Schmidt sind bei AS Monaco die einzigen österreichischen Trainer in der Champions League: „Wir spielen noch nicht ganz so, wie ich es mir vorstelle“, gesteht der 55 jährige Vorarlberger vor dem Start am Donnerstag bei Belgiens Vizemeister Club Brügge, dem Bezwinger von FC Salzburg im Play-off. Trotz dieser Bestandsaufnahme verlief der Start in die Ligue 1 mit drei Siegen und einer Niederlage gar nicht schlecht. Das Tor zur einzigen Niederlage kassierte Monaco in Lille erst in der Nachspielzeit, allerdings fielen die Siegestreffer gegen Straßburg und Auxerre auch erst in der 96. und 89. Minute.

Letzte Saison kam Monaco in die Play-offs, das stet auch heuer mit der umgebauten Mannschaft am Plan. Monaco agierte sozusagen jeden den aktuellen Trend, der speziell in England schon selbstverständlich ist: Groß´investieren.  Monaco verkaufte vier Teamspieler aus Marokko, der Elfenbeinküste, der Schweiz und Frankreich, nahm dadurch 110 Millionen Euro ein, investierte nur elf in Neuerwerbungen: „Damit sind wir in den fünf Topligen gemeinsam mit Bournemouth die Mannschaft mit den wenigsten Ausgaben“, weiß Hütter. Das Transferplus macht solze 98 Milionen aus. Denn von den prominenten Neuzugängen kamen der finnische Teamtorhüter Lukas Hradecky, der Engländer Eric Dier von Bayern München und der gesperrt gewesene Paul Pogba kostenlos, Ansu Fati von Barcelona billig auf Leihbasis. Fati könnte am Wochenende erstmals zum Kader gehören, mit Pogba rechnet Hütter erst im Oktober. Nach zwei Jahren ohne Spiel braucht es seine Zeit, bis man wieder fit ist. Hradecky fällt mit einem Seitenbandeinriss noch wochenlang aus, daher ist Philipp Köhn, der Ex-Salzburg-Keeper aus der Schweizer, vorübergehend wieder die Nummer eins. Der ehemalige Sturm-Torjäger Mika Biereth ist ebenso eine feste Göße wie der Ex-Salzburger Takumi Minamino (Bild). Ein herausforderndes, interessantes Projekt ist der 19 jährige Mittelstürmer Paris Brunner, der letzte Saison an Cercle Brügge verliehen war: Brunner war mit Deutschland U 17 Welt-und Europameister, wurde zum besten Spieler der WM gewählt.

Zum Auftakt in Brügge zu gewinnen, hält Hütter bei allem Respekt für machbar. Die weiteren Gegner sind im Stade Luis II Manchester City, Tottenham, Galatasaray Istanbul und Juventus, auswärts Sturm-Bezwinger Bodoe Glimt, Zyperns Meister Paphos und Real Madrid: „Da zählt Brügge zu den Mannschaften, gegen die man punkten muss, wenn man weiter kommen will!“ Weiter als letzte Saison zu kommen, das wäre ein großes Ziel für Hütter, dessen Art bei der Mannschaft weiter gut ankommt, wie der deutsche Vizekapitän Thilo Kehrer erklärte: „Er motiviert sehr gut, verteilt, wenn nötig einen sprichwörtlichen Tritt in den Hintern. Aber er fühlt sich auch in die Spieler ein.“

Der Paukenschlag von Dienstagabend, das 3:2 von Qarabag Agdam bei Benfica Lissabon, der erste Sieg einer Mannschaft aus Aserbaidschan in der Champions League, hatte rasch Folgen: Noch in der Nacht wurde Trainer Bruno Lage von Präsident Rui Costa entlassen. Benfica führte nach 15 Minuten 2:0, sah wie der sichere Sieger aus, das Siegestor von Qarabag fiel in der 86. Minute. In Portugal erwartet alle die Rückkehr von Jose Mourinho in seine Heimat, dass er zwei Wochen nach seinem Aus bei Fenerbahce Istanbul bei Benfica beginnt. Mourinho war mit Fenerbahce in der Qualifikation zur Champions League an Benfica gescheitert.

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