Der italienische Transferexperte Fabrizio Romano brachte Anfang der Woche in Umlauf, AS Monaco sehe sich nach einem Nachfolger für seinen Trainer Adi Hütter um. Das Gerücht wurde inzwischen zur Wahrheit. Der 54 jährige Vorarlberger muss nach zwei Jahren und zwei Monaten tatsächlich gehen. Unglaublich: Bevor er 2023 den Job übernahm, landete Monaco auf Platz sechs. Mit ihm wurde die Mannschaft einmal Vizemeister, dann Dritter, kam zweimal in de Champions League. In seiner dritten Saison steht Monaco nach sieben Runden auf Rang fünf, mit nur drei Punkten Rückstand auf Meister und Tabellenführer Paris St. Germain, schaffte in der Champions League nach miesem Start (1:4 beim Club Brügge) ein respektables 2:2 gegen Manchester City. Trotzdem verabschiedete Monaco Hütter und seine steirischen Assistenten Christian Peintinger und Klaus Schmid gehen. Anfang des Jahres wurde Hütters Vertrag bis 2027 verlängert. Er galt als zweitbest bezahlter Trainer der Ligue 1 nach dem Spanier Luis Enrique bei Paris St. Germain. Daher handelt es sich um eine „lukrative“ Beurlaubung, die Hütter sicher mächtig ärgern wird. Es passiert selten, dass ein Trainer Opfer seiner Erfolge wurde. Die offenbar für unrealistische Erwartungen bei der Chefetage sorgte.
Zu der gehören der launenhafte russische Präsident Dmitrij Rybolovlev, Generaldirektor Thiago Scuro und der spanische Sportchef Carlos Ibarrola. Mit Paul Pogba, der nach seiner zweijährigen Dopingsperre bisher nicht spielte, und dem ehemaligen Barcelona-Wunderkind Ansu Fati wurden zwar namhafte Spieler engagiert, aber auch vier Stützen um gutes Geld verkauft. Die Abwehrspieler Sougortou Magassa und Wilfried Singo nach London zu Westham und nach Istanbul zu Galatasaray, Kreativspieler Elisse Ben Seghir an Bayer Leverkusen und der Schweizer Teamstürmer Breel Emobolo an Rennes. Erstmals in der Klubgeschichte gab es eine positive Transferbilanz, Monaco nahm 98 Millionen Euro mehr ein als ausgegeben wurden. Trotz des Umbruchs wollten die Bosse sofort Erfolge. Anders, als es vor der Transferzeit besprochen war. Das sorgte für Differenzen. Hütter ist bekannt dafür, sich nicht verbiegen zu lassen, seiner Linie zu folgen, keine Einmischung in sportliche Bange zu dulden.
Daher endete das vierte Kapitel im Ausland nach den erfolgreichen mit Young Boys Bern und Eintracht Frankfurt sowie dem durchwachsenen bei Borussia Mönchengladbach, da sich gar nicht nach Hütters Vorstellungen entwickelte, vorzeitig. Zukunftspläne wird Hütter noch keine haben. Anzunehmen, dass er einmal bis Sommer 2026 wartet. Vielleicht wird nach der Weltmeisterschaft der ein oder andere Teamchefposten frei. ein Nachfolger an der Cote d´Azur ist Sebastien Pocognoli von Belgiens Meister und Tabllenführer Union St. Gilloise.
