Fußball

Alaba-Jubel mit Klappstuhl nach U 17-Aufstieg ins Semifinale!

Sternstunde für Österreichs U 17-Team bei der Weltmeisterschaft in Katar! Auf Platz drei der Aspire-Academy gelang der sechste Sieg hintereinander, das 1:0 (0:0) brachte das Team von Hermann Stadler unter die letzten vier in Semifinale, in dem es Montag auf Italien trifft. Die Italiener besiegten Burkina Faso durch ein Tor in der 84. Minute 1:0 (0:0), gewannen bisher so wie Österreich alle sechs Partien. Im zweiten Semifinale trifft Portugal nach dem 2:0 gegen die Schweiz auf Brasilien (2:1 gegen Marokko).  Zuletzt war Österreich 2007 bei der U 20-WM in Kanada im Semifinale. Damals war Sebastian Prödl der Abwehrchef, jetzt ist er Chef der Nachwuchsteams, hat bereits nach elf Monaten in seinem neuen Job ein großes Erfolgserlebnis. Das spricht für Qualität des 38 jährigen.

„Japan war mit Abstand die beste Mannschaft, gegen die wir gespielt haben. Besonders am Anfang hatten wir große Probleme, aber wir haben jetzt das beste Ergebnis eines österreichischen Nachwuchsteams eingestellt“, freute sich Teamchef Hermann Stadler, der in seinem 20. Dienstjahr beim ÖFB mit einer Mannschaft Geschichte schrieb. Dass Österreich zu Beginn nicht in Rückstand geriet, lag auch Tormann Daniel Posch. Der Mainz-Legionär aus der Steiermark ist der einzige Keeper, der bei der WM bisher kein Tor kassierte. Vorne traf Johannes Moser, der Kärntner bei der Salzburg-Filiale Liefering, vier Minuten nach der Pause von der Strafraumgrenze mit links. Es war eigentlich bereits sein s Tor bei dieser WM, offiziell werden nur sechs anerkannt. Sein zweiter Trefferbeim 2:0 gegen Tunesien gilt als Eigentor, obwohl sein Schuss ins Tor gegangen wäre. Gestern hätte Moser eigentlich einen Doppelpack feiern können. Bisher verwandelte er alle vier Elfmeter, zu denen er antrat. Gegen Japan gab es in der fünften Minute der Nachspielzeit wieder einen. Moser hatte den Ball schon in der Hand, als Kapitän Jakob Pokorny ihm den wieder wegnahm und an Hasan Deshisku weitergab. Doch der scheiterte am japanischen Tormann. Moser ist der „wahre“ Leader der WM-Torschützenliste. Bei den Feiern in der Kabine erinnerte er sich an David Alaba, der im Frühjahr 2022 auf dem Weg ins Champions League-Finale mit Real Madrid nach dem 3:1 gegen Paris St. Germain im Bernabeu-Stadion mit einem Klappstuhl in der Hand bejubelte und damit Aufsehen erregte. Freitag hatte Moser zu „Halbfinale, Halbfinale, hey, hey-Rufen“ auch einen weißen zur Hand (Bild).

Zu Stadlers Startelf gehörten außer Moser weitere fünf aus Salzburgs Akademie: Die Außenverteidiger Rafael Feldinger und Florian Hofmann, Kapitän Pokorny, im Mittelfeld Jakob Werner. ganz vorne Nicolas Jozepovic, der Ersatz für den verletzten Dominik Dobis. Dazu kamen drei Austrianer (Innenverteidiger Ifeny Ndukwe, Mittlfeldspieler Vasilje Markovic und Deshisku), Sturm-Mittelfeldspieler Luca Weinhandl und Mainz-Tormann Posch. Kann einer von ihnen vielleicht sogar den Sprung zu Ralf Rangnick in den Kader für die WM 2026 schaffen? Das Potenzial hätten einige. Die Frage ist, ob sie die Chance bekommen, dies in der Bundesliga zu zeigen.

Foto: ÖFB/A.Pichler.

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