Fußball

Alaba musste sich in der Schule umziehen! Erstes Tor von Lienhart

Nur zwei der elf deutschen Legionäre, die Mittwoch in Ploiesti bei Österreichs 1:0 in Rumänien zur Startelf gehörten, spielten drei Tage später bei ihrem Klub von Beginn an durch, nämlich David Alaba bei Bayern München und Michael Gregoritsch bei Augsburg. Martin Hinteregger und Stefan Ilsanker können dies Sonntag mit Eintracht Frankfurt noch in Köln nachholen, Alessandro Schöpf bei Schalke daheim gegen Union Berlin. Alaba hatte vor Bayerns souveränem 4:1 (3:0) bei Aufsteiger Arminia Bielefeld ein Erlebnis, das ihn an seine Zeit im Nachwuchs der Austria im Frank Stronach-Internat in Hollabrunn erinnerte: Er musste sich in der Schule umziehen. Bei Bayern war ihm das zuvor noch nicht passiert.

Warum geschah dies in Bielefeld? Weil in der Gästekabine des Stadions das erneuerte Präventionskonzept nicht ganz umgesetzt werden konnte. In den Räumlichkeiten der vom Stadion nur rund 50 Meter entfernten Schule war mehr Platz. Also mussten sich die Bayern dort umziehen. Sogar ein schwarzer Teppich wurde ausgelegt, damit sich Alaba, Robert Lewandowski & Co. am Weg von der Schule ins Stadion nicht verirrten (Bild oben). Irritiert hat das die Bayern-Stars nicht im geringsten: Nach acht Minuten 1:0, 17 Minuten später 2:0, mit dem Pausenpfiff und dem zweiten Lewandowski-Tor 3:0. Bielefeld konnte eigentlich nie  so viel Widerstand leisten, wie es sich Manuel Prietl erhofft hätte. Erstmals gehörte der aus Altach geholt Tiroler Christian Gebauer zur Startformation.

Bayern überholte damit Augsburg, stieß auf Rang zwei vor, weil Tabellenführer RB Leipzig auch ohne Marcel Sabitzer und Konrad Laimer in Augsburg 2:0 (1.0) gewann. Gregoritsch konnte sich nur mit einem gefährlichen Freistoß vor der Pause in Szene setzen. Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann hatte bei seinem Joker Yusuf Poulsen ein glückliches Händchen: Nur 26 Sekunden nach der  Einwechslung traf der Däne volley zum Endstand. Vom Österreicher-Trio in Hoffenheim begann beim 0:1 (0:1) gegen Borussia Dortmund nur Stefan Posch. Christoph Baumgartner kam nach einer Stunde, Florian Grillitsch ersetzte nach 79 Minuten Posch. Die Entscheidung für Dortmunds ersten Sieg in Hoffenheim seit acht Jahren, wo die Bayern vor zwei Runden 1:4 verloren hatte, brachte die Einwechslung von Erling Haaland und Kapitän Marco Reus nach 64 Minuten: Wenig später legte Haaland das Siegestor für Reus ideal auf. Teamkapitän Julian Baumgartlinger kam bei Leverkusens erstem Saisonsieg, dem 1:0 in Mainz, ab der 46,Minute zum Einsatz, Aleksandar Dragovic gar nicht. Das Österreicher-Duell zwischen Stefan Lainer und Xaver Schlager dauerte bei Mönchengladbachs 1:1 (0:0) gegen Wolfsburg nur bis zur Pause. Dann ließ Wolfsburgs Trainer Oliver Glasner Schlager in der Kabine. Lainer hielt bis 76. Minute durch, eine Minute später fiel aus einem Elfmeter das 1:0. Glasners holländischer Torjäger Wout Weghorst glich noch aus. Bei Mönchengladbach war Hannes Wolf in den letzten 25 Minuten im Einsatz.

Sasa Kalajdzic kam drei Tage nach dem Kurzdebüt im Teamdress mit dem VfB Stuttgart zum zweiten Saisonsieg. Beim 2:0 (1:0) in Berlin gegen Hertha BSC traf er bei 0:0 per Kopf die Latte, vergab in der zweiten Hälfte ebenfalls  per Kopf einen Sitzer. Die Begründung von Kalajdzic vor den Sky-Kameras für das Erfolgserlebnis: „Wir haben diszipliniert gekämpft!“ Zu einem Erfolgserlebnis kam auch Philipp Lienhart: Der Innenverteidiger erzielte in seinem 51. Bundesligaspiel für Freiburg mit rechts sein erstes Tor zur Führung. Was ihn aber ärgerte: Es reichte nicht zum Sieg, weil  Werder Bremen Ausgleich mit einem Fehlpass einleitete. Das 1:1 (1:1) gegen Landsmann Marco Friedl bedeutete zwei verlorene Punkte.

In der dritten Liga gab es einen österreichischen Siegestorschützen: Ex-Austrianer Philipp Hosiner sorgte für Dynamo Dresdens 1:0 beim nach fünf Runden noch sieglosen Aufsteiger VfB Lübeck, den mit Rolf Landerl ein Österreicher trainiert, bei dem der Ex-Rapidler Osarenen Okungbowa erstmals durchspielte.

Foto: Bayern München.

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