Fußball

Aller schlechten Dinge sind drei: Nach Alaba und Kalajdzic auch Xaver Schlager

Das ist ein Tiefschlag für Österreichs Hoffnungen, im Juni bei der Europameisterschaft in der wahrscheinlich schwersten Gruppe gegen Frankreich, Polen und Holland den Aufstieg ins Achtelfinale zu schaffen: Nach Kapitän David Alaba und Sasa Kalajdzic fällt mit Xaver Schlager der dritte wichtige Spieler mit einem Kreuzbandriss aus. Alaba erlitt ihn im Dezember, Kalajdzic im Februar bei Frankfurts Gastspiel in Freiburg, Schlager Freitag bei Leipzigs 1:1 in Hoffenheim. Für den Mittelfeldmotor ist es der zweite Kreuzbandriss in seiner Karriere. Bei  ihm und Kalajdzic sind sowohl das rechte als auch das linke Knie geschädigt. Schlager wird, so wie Alaba vor Weihnachten, am Sonntag in Hochrum bei Innsbruck vom Spezialisten Christian Fink operiert.

Alaba machte mit dieser schwarzen Serie am 17. Dezember bei Real Madrids Heimspiel gegen Villarreal den Anfang, Kalajdzic folgte im Februar bei Frankfurts Spiel in Freiburg bereits mit dem dritten Kreuzbandriss seiner Karriere (zuvor beim VfB Stuttgart und bei Wolverhampton), Schlager am Freitag.  Nach dem Mach hatte Leipzigs Trainer Marco Rose noch leichte Entwarnung gegeben, berichtet, Xaver sei gut auf seinem Knie gestanden. Aber Samstag bestätigten sich die ersten Befürchtungen, die man aufgrund von Schlagers Reaktionen, als er auf dem Rasen lag (Bild) haben musste. Er wusste, wie sich ein Kreuzbandriss sozusagen fühlt. Damit ist die Stammformation von Teamchef Ralf Rangnick in der Abwehr (wegen Akaba) und im Mittelfeld (wegen Schlager) zerrissen. Ein Kalajdzic in Form wäre wohl auch neben Michael Gregoritsch im Angriff gesetzt gewesen.

Schlager fällt aus, um andere gibt es Sorgen: Etwa um Philipp Lienhart, der wegen eines lädierten linken Knies auch Samstag nicht zu Freiburgs Kader gehörte. Um Max Wöber, der beim 2:2 von Mönchengladbach in Bremen gegen  Werder Bremen zum zweiten Mal hintereinander mit einem Muskelfaserriss fehlte. Stefan Lainer spielte bei Gladbach erst ab der 71. Minute. Und um Kevin Danso, der Freitag beim 2:0-Heimsieg von Lens gegen den Vorletzten Lorient zur Pause wegen einer Adduktorenverletzung ausschied, in den letzten zwei Runden nicht mehr eingesetzt werden kann. Die Europameisterschaft soll aber nicht in Gefahr sein. Das Riesenpech von Schlager vergrößerte für andere wahrscheinlich die Chance, zu den 26 Mann zu gehören, die in den EM-Kader kommen: Etwa für Muhammed Cham, der Samstag beim 1:4 von Frankreichs Schusslichts Clermont Foot bei Adi Hütters AS Monaco das Tor erzielte oder für Bochums Mittelfeldmotor Kevin Stöger. In Deutschland bezeichnen viele den 30 jährigen Oberösterreicher viele als Unterschiedsspieler, Rangnick ließ ihn bisher links liegen. Der einzige positive Aspekt für Rangnick am Samstag: Das Führungstor von Kevin Wimmer beim ungefährdeten 3:0-Heimsieg von Wolfsburg gegen Absteiger Darmstadt, der die Rettung bedeutete.

Foto: RB Live/Imago.

4

Meist gelesen

Nach oben