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Arsenal nach 20 Jahren Pause wieder im Finale! Ende für Simeone?

Zum zweiten Mal steht Arsenal im Finale der Champions League, erstmals seit 20 Jahren. Damals verlor Arsnal unter Arsene Wenger in Paris St. Denis gegen den FC Barcelona 1:2. Dienstag reichte im Regen von London ein Tor von Bukayo Saka knapp vor dem Schlusspfiff für ein 1:0 (1:0) gegen Atletico Madrid, mit einem Gesamtscore von 2:1 kam der Tabellenführer der Premier League ins Budapester Endspiel. Bei Atletico könnte durch das Scheitern nach 15 Jahren die Ära des argentinischen Trainers Diego Simeone zu Ende gehen. Es gibt Anzeichen, dass die neuen Mehrheitseigentümer von der US-Investmentgesellschaft Apollo Sports, nicht daran glauben, dass „El Cholo“, der sieben Titel mit Atletico gewann, künftig der richtige Mann ist, um erstmals die Champions League zu gewinnen. Simeones Sohn Giuliano vergab nach 51 Minuten die erste große Chance auf den Ausgleich.

Mitreißend war das Duell im Emirates-Stadium wirklich nicht. Speziell in der ersten Hälfte war Abwarten die Devise, es gab nur wenige Torszenen oder Torschüsse. Eine der wenigen gelungenen Offensivaktionen Arsenals brachte die Entscheidung: Atleticos Tormann Jan Oblak konnte einen Schuss des belgischen Stürmers Enzo Trossard nur kurz abwehren,  Arsenals Kapitän Bukayo Saka (Bild) war zur Stelle, brachte den Ball über die Linie. Das reichte. Atletico hatte nur zwei Ausgleichchancen. Giuliano Simeone ließ sich noch von Gabriel Malaghaes bremsen, der eingewechselte  Norweger Alexander Sörloth vergab die zweite, traf mit links den Ball nicht. Nach 66 Minuten wechselte „el Cholo“ seine Stürmer Julian Alvarez und Antoine Griezmann gegen Alex Baena und den Argentinier Thiago Almada, das brachte nichts. Atletico fand in der Offensive praktisch nicht statt. Für den 35 jährigen Griezmann war sein 120. Champions-League-Spiel somit sein letztes. Arsenal hat in dieser Saison in der Champions League nie verloren.

Nach dem Schlusspfiff Rieseneuphorie bei den Arsenal-Fans, ein Feuerwerk begleitete den Jubel im Norden von London.  Für Arsenals Trainer Mikel Arteta ist es sein bisher größter Erfolg Schon einen Tag zuvor hatte Arsenal einen „Erfolg“, ohne zu spielen: Manchester City, der Rivale im Titelkampf, kam in Liverpool gegen Everton nur zu einem 3:3 (1:2), der Belgier Jeremy Doku rettete erst in der 96. Minute einen Punkt. Damit hat Arsenal mit einem Spiel mehr fünf Punkte Vorsprung.

Foto: UEFA.

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