Fußball

Auch bei LASK und Rapid Ärger über die Videozentrale

So wie in der Südstadt gab´s auch in Pasching nach dem intensiv umkämpften  1:1 (0:1) zwischen LASK und Rapid vor 7000 Zuschauern Ärger über die Videozentrale in Meidling. Speziell bei LASK-Trainer Dominik Thalhammer: „Ich frag mich, wann in Österreich endlich der VAR  eingeführt wird“, wetterte er. Meinte die Szene in der 94. Minute, als Kelvin Arase am Strafraumeck den französischen LASK-Stürmer Mamadou Karamoko an der Wade traf und der zu Boden ging.  Da reagierten zwei Steirer nicht: Weder Schiedsrichter Rene Eisner in Pasching noch Alexander Harkam im Meidlinger Videocenter.  Für Thalhammer unverständlich. Rapids Trainer Didi Kühbauer gab zu, dass  der Elfmeterpfiff für den LASK in dieser Szene berechtigt gewesen wäre, bemerkte aber, dass sowohl Eisner als auch Harkam vor der Pause ein Hands von Thomas Goiginger im LASK-Strafraum  übersehen hätten und damit einen Elfmeter für Rapid. Überhaupt bemerkte er: „Da derzeit fast jeder  Kontakt im Strafraum ein Elfmeter ist, werden die Spieler künftig bei jeder Berührung, die sie im Strafraum spüren, hinfallen und auf einen Elfmeter hoffen!“ Schöne Aussichten.

Der LASK konnte auch im achten Duell hintereinander Rapid nicht bezwingen, schaffte nur das zweite Unentschieden, obwohl er dabei erstmals nicht mit drei Innenverteidigern agierte. Mit dem Abgang von Kapitän Gernot Trauner zu Feyenoord Rotterdam nahm Thalhammer Abschied von der Variante. Wechselte zur Vierabwehr mit Philipp Wiesinger als Rechtsverteidiger, Neuerwerbung Dario Maresic und Petar Filipovic im Zentrum und Rene Renner als Linkverteidiger. Ein Fehler von Maresic, der einen langen Ball von Rapids Kapitän Filip Stokjovic aufspringen und sich danach von Ercan Kara düpieren ließ (Bild oben) führte zur schnellen Rapid-Führung nach acht Minuten: Der von Wiesinger attackierte Kara spielte spektakulär den Ball mit der Ferse auch an Tormann-Kapitän Alexander Schlager vorbei zu Taxiarchis Fountas, der nur mehr ins leere Tor treffen musste. Gelang mühelos. Danach zeigte der Grieche dem LASK-Fansektor die Zunge.

Die Linzer fanden im 4-3-3 schwer in die Gänge, was aber nicht am geänderten System lag: „Zu wenig Tempo, zu langsam“, kritisierte Thalhammer, „nach der Pause haben wir das geändert. Rapid war stehend k.o.“ Der LASK war zwar optisch überlegen, die größeren Chancen hatte aber trotz Rückfall doch Rapid. Leo Greiml, wieder statt des am Rücken verletzten Max Hofmann im Abwehrzentrum, köpfte nach einem Eckball von Christoph Knasmüllner an die Latte. Das wäre das 2:0 und die Entscheidung gewesen.  Der Ausgleich gelang dem LASK erst nach 79 Minuten. Alexander Schmidt verwertete eine Flanke von Florian Flecker mit dem Bauch. Eine Kombination von zwei Neuen. In der Nachspielzeit vergab Rapids Joker Marco Grüll den Matchball, ehe es zur VAR-Aufregung kam.

Rapid ist damit nach zwei Runden noch sieglos. Aber die Leistung der ersten Hälfte bedeutete nach den Niederlagen gegen Hartberg und Sparta Prag einen Schritt nach vorne. Im Finish feierte der 18 jährige Mittelfeldspieler Benjamin Kanuric sein Bundesligadebüt.

Foto: Gepa/Admiral.

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