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Auch im Eishockey jubelt Graz: 99ers zum ersten Mal im Finale

Nicht nur im Fußball war der Ostersonntag für Graz ein Jubeltag. Auch im Eishockey. Denn die 199 gegründeten Grazer99ers schafften es zum ersten Mal ins Finale der ICE League. Mit einem „Sweep“ im Semifinale  gegen Fehverar, zuvor Bezwinger der Vienna Capitals und des KAC. Die Grazer gewannen nach 3:2, 5:1 und 4:0 in den ersten drei Spielen auswärts in Szekesfehervar 5:1 (0:0, 3:0, 2:1), gewannen die Serie mit 4:0. Damit sind sie im Play-off weiter ungeschlagen Der Erste nach dem Grunddurchgang eliminierte im Viertelfinale Villach ebenfalls mit vier Siegen. Jetzt warten die 99ers auf ihren Finalgegner, der am Dienstag in Bruneck bei Pustertal gegen Laibach ermittelt wird. Die Slowenen verkürzten daheim mit einem 5:4 (1:2, 2:0, 1:2, 1:0) nach Verlängerung in der Serie auf 1:3.  Das Tor zur Verlängerung erzielten sie erst 64 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit.  Pustertal-Golie Eddie Pasquale kassierte das erste Tor nach 279 Minuten. Das ist nicht nur Playoff-Rekord, sondern die längste Zeit in der Ligageschichte.

Graz begann Sonntag vor fast 5000 Zuschauern erstmals im Playoff mit Nico Wieser statt des an den Adduktoren verletzten Kanadiers Maxime Lagace im Tor. Auffällig: Bis auf den Führungstreffer nach 24 Minuten, den der im Dezember vom schwedischen Meister Lulea geholte finnische Verteidiger Kasper Lotkansalo erzielte, schossen nur Österreicher die Tore.  Zunächst Play-off-Topscorer Lukas Haudum, dann Paul Huber im Powerplay.  Sein sechster Treffer im Play-off, womit der vor zwei Jahren von Salzburg in seine Geburststadt Graz gewechselte 25 jährige Huber der neue Top-Torschütze der Postseason ist. Als er auf der Strafbank saß, fiel das Tor der Ungarn, schien es noch einmal spannend zu werden. Vor allem, als Hubeer nochmals auf die Strafbank musste. Doch der 27 jährige Michael Schiechl nutzte in Unterzahl einen Fehler von Fehervar zum 4:1 in der 50. Minute, traf dann im Finish nochmals. Ins leere Tor, als der finnische Goalie Ramus Reijonen für einen sechsten Feldspieler vom Eis gegangen war.

„Jeder haut sich fürjeden rein, darum haben wir Erfolg“, sagte Schiechl in die ORF-Mikrofone. Head Coach Dan Lacroix sprach von „unserem besten Eishockey“, das den Aufstieg ins Finale sicherte. Das letztmals eine Grazer Eishockeymannschaft vor 32 Jahren (!), 1994, erreichte. Das waren die Grazer Elefanten unter Präsident Hannes Kartnig mit dem legendären Brian Stankiewicz im Tor. Die Finalerie ging allerdings gegen Feldkirch 1:3 verloren.

Foto: ICE League.

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