Fußball

Auch in Österreich muss Gehaltsverzicht ein Thema für die Spieler sein

Keiner weiß, wann die Spieler von Meister Red Bull Salzburg wieder vor vollen Tribünen jubeln können Und so wird auch in Österreich ein Thema aktuell werden müssen, dass es in Deutschland bereits seit letzter Woche gibt, dass intensiv verfolgt wird: Dass Spieler auf Teile ihres Gehalts verzichten. In Österreich gibt es noch keinen Verein wie Borussia Mönchengladbach, der als erster diesen Schritt von Trainerteam und Spielern verkündete, der dem Klub rund eine Million Euro pro Monat erspart. In Österreich ging es bisher noch nicht darüber hinaus, dass Spieler den Antrag auf Kurzarbeit unterschrieben. Wie bei Sturm Graz, der Wiener Austria und seit Dienstag auch offiziell bei Admira. Dadurch werden laut Geschäftsführer Thomas Drabek 90 Arbeitsplätze gerettet.

In Deutschland ist man schon einen Schritt weiter, obwohl die Summer um die es geht um ein vielfaches höher als in Österreichs Bundesliga sind. Bei Meister Bayern München gab es einen Gipfel zwischen Vorstandschef Karl Heinz Rummenigge, seinem designierten Nachfolger Oliver Kahn und Sportchef Hasan Salihamidzic mit dem Mannschaftsrat, zu dem auch David Alaba gehört. Manuel Neuer, Thomas Müller, Robert Lewandowski, Joshua Kimmich, Thiago und Österreichs Teamspieler stimmten zu, auf 20 Prozent ihres Gehalts zu verzichten. Bei Dortmund gibt es zwei Modelle: Während der Pause verzichten die Spieler wie in München auf 20 Prozent, sobald es  Geisterspiele geben sollte, auf zehn. Das bedeutet eine Ersparnis in zweistelliger Millionenhöhe. Bei Werder Bremen ging der Mannschaftsrat selbst mit der Aufforderung  zu Verhandlungen auf Sportchef Frank Baumann zu. Montag gab es auch Gespräche zum Thema Gehaltsverzicht  bei Leverkusen, dem Klub von Österreichs Teamkapitän Julian Baumgartlinger und Aleksandar Dragovic. In Belgier stimmten die Spieler des Brüsseler Traditionsklubs Anderlecht, darunter der Österreicher Peter Zulj, dem Vorschlag zu, auf ein Monatsgehalt zu verzichten, ersparten dem Verein 2,7 Millionen. Ansonst wären sie in Kurzarbeit geschickt worden, hätten maximal 2350 Euro brutto im Monat verdient. Und in Österreich? Entweder laufen Gespräche über einen Gehaltsverzicht streng geheim hinter den Kulissen oder gar nicht.

Sicher gibt es noch keine Privatinitiative von österreichischen Spielern wie die von den Bayern-Stars Kimmich und Leon Goretzka, die für ihre Aktion #Wekickcorona“ eine Million Euro als Startkapital zur Verfügung stellten. Inzwischen sind bereits drei für soziale Zwecke zusammengekommen. Daran beteiligt waren auch Ex-Bayern-Trainer Niko Kovac und Mats Hummels, der Dortmund-Star mit Bayern-Vergangenheit. Wäre doch positiv, wenn sich auch in Österreich Spieler für etwas ähnliches verwenden würden. Muss ja nicht eine Million als Einlage sein, da würden schon 10.000 als Geste reichen. So etwas kann man denen, die bei Vereinen spielen, die Spitzengagen zahlen wie Salzburg, LASK oder Rapid, durchaus „zumuten“.

Sollte es einem der Bundesligaklubs gelingen, sich mit den Spielern auf einen Gehaltsverzicht zu einigen und dies auch publik machen, dann wird er garantiert Nachahmer finden. Davon kann man ausgehen, das ist fast so sicher wie das Amen im Gebet.  Kann passieren, dass einige Spieler, den Verträge auslaufen, eine Zustimmung mit einer Vertragsverlängerung koppeln wollen. Aber die kann man überzeugen, dass jetzt nicht die geeignete Zeit dafür ist, einen Vertragspoker zu inszenieren. Enttäuschend ist sicher, dass nichts von der Nationalmannschaft zu hören ist. Nur zur Erinnerung:  In Deutschland brachten Teammanager Oliver Bierhoff und Teamchef Jogi Löw die Teamspieler dazu, insgesamt 2,5 Millionen für die Bekämpfung des Corona.Virus zu senden. Das ist bereits seit einer Woche offiziell. Ob in Österreich Peter Schöttel und Franco Foda versuchten, etwas ähnliches auf die Reihe zu bringen? Bei Kapitän Baumgartlinger würden sie sicher offene Ohren finden. Ein Zehntel der deutschen Summe wäre schon ein Super-Zeichen.

Foto: Red Bull Salzburg.

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