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Auch Konrad Laimer traf am Rekordabend von Harry Kane

Nach dem 6:0 gegen RB Leipzig und  5:0 gegen den Hamburger SV Freitag „nur“ 4:0 (2:0) gegen Werder Bremen. Vom Resultat her war das dritte Bayern-Heimspiel der Saison das schwächste, in Wahrheit war es ein rauschendes Fest zur Oktoberfest-Zeit. Bayern gewann alle acht Pflichtspiele dieser Saison: Fünfmal in der Bundesliga, je eines in Champions League, Pokal und um den Supercup.  Diese Serie gelang zum letzten Mal vor neun Jahren, als Carlo Ancelotti Trainer war und David Alaba noch bei Bayern unter Vertrag stand. Nur die Bayern-Fans in der Südkurve hatten etwas auszusetzen: Sie protestierten mit einem Riesentransparent gegen die neuen Wiesn-Trikots in Beige und Grün, mit einem modifizierten Bayern-Wappen. Sie forderten, dass die Bayern daheim immer komplett in Rot spielen müssen.

Das „Wiesn-Spiel“ wurde zum großen Rekordabend für Bayerns Torjäger Harry Kane mit seinem fünften Doppelpack in der fünften Runde: 18 Elfmeter hat in der Bundesliga bisher kein anderer verwandelt.  Ebenso nicht zehn Tore in den ersten fünf Runden erzielt. Der Treffer zum 3:0 war das 100. Tor von Kane im 104. Spiel für den deutschen Meister. Das ist ein absoluter Topwert in den europäischen Spitzenliegen. Erling Haaland bei Manchester City und Ronaldo bei Real Madrid brauchten jeweils ein Spiel mehr für 100 Tore. Bei der Wahl zum „Ballon d´´Or“, zu Europas Fußballer des Jahres, die letzten Montag Ousmane Dembele von Paris St. Germain vor Barcelonas Jungstar Lamine Yamal gewann, landete Englands Teamkapitän nur an 13. Stelle. Nicht erst seit Kanes Rekordabend kann man darüber nur den Kopf schütteln.

Für das vierte Tor Bayerns sorgte kurz vor Schluss der wieder als linker Verteidiger  aufgebotene Konrad Laimer. Einen Pass von Youngster Tom Bischof verwertete er mit links genau ins lange Eck. Der erste Treffer des Salzburgers mit links, der ihn sehr reute (Bild). Das Siegestor zu Österreichs 2:1 in Bosnien erzielte er mit links. Nach dem Schlusspfiff munterte Laimer seinen enttäuschten Landsmann bei den Verlierern, Romano Schmid, auf. Marco Friedl verschuldete mit einer Attacke gegen Kane den Elfmeter, den der Engländer verwandele. Marco Grüll wurde erst in der 75. Minute eingewechselt. Samstagnachmittag gibt es zwei Österreicher-Duelle: bei Mainz gegen Borussia Dortmund zwischen Philipp Mwene und Marcel Sabitzer, bei Wolfsburg gegen RB Leipzig zwischen Patrick Wimmer und Nicolas Seiwald sowie Christoph Baumgartner.

Foto: FC Bayern München.

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