Fußball

Auch Rapid, LASK, Admira, St.Pölten bei Rettern der Nation! Wegen Fans Bedenken um Geisterspiele

Auch die Heeressportler gehören aktuell zu den vielen Rettern der  Nation im Zeichen der Corona-Pandemie. Ebenso Fußballer, die derzeit ihren Präsenzdienst leisten. Auch einer von Rapid: Kelvin Arase hat seit Tagen Nachtdienst in einem Zentrallager einer Supermarktkette, hilft beim Verteilen der Waren. Immer mit einem Lächeln im Gesicht. Der 21 jährige macht das aus Überzeugung. Einer der Retter der Nation kommt von Grün-Weiß, ein anderer vom LASK (Marko Raguz), Admira (Emanuel Aiwu) und St. Pölten (Nicolas Meister). Alle sind derzeit  Präsenzdiener.

Rapid ist auch ein Thema bei den Diskussionen über die Modelle, wie die Saison am Mai zu Ende gespielt werden könnte. Es zeichnet sich immer mehr ab, dass Geisterspiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit die größte Chance bedeuten werden, das  zu schaffen. Aber selbst dagegen gibt es Bedenken. Weil viele glauben, dass es sich Fans nicht nehmen lassen werden, zu den Spielterminen zu den Stadien zu kommen, um von außen ihre Mannschaft mit Sprechchören und Gesängen ihre Mannschaft zu unterstützen, dabei die „Sky“-Übertragungen via Handy verfolgen werden, um sich über das Geschehen auf dem Rasen zu informieren. Und das würde wieder zu größeren Ansammlungen führen, die man ja vermeiden soll und muss.

Zwei Beispiele dafür gab es vor zehn Tagen in Deutschland und Frankreich. Tausend Fans von Mönchengladbach standen im strömenden Regen vor der  Nordtribüne des Borussia-Parks, bejubelten das 2:1 im Rheinderby gegen den 1.FC Köln. Die Sieger bedanken sich nach dem Match von der Tribüne herab. Dafür bekamen sie Vorwürfe von einigen besonders strengen Kritikern, die behaupteten: Das hätte die Mannschaft nicht tun dürfen. Ähnlich passierte auch in Paris vor dem Parc de Prince. Da waren sogar fünftausend Anhänger des französischen Meisters am Platz vor dem Stadion, zündeten ein Feuerwerk, als drinnen Paris St. Germain gegen Borussia Dortmund den Aufsieg ins  Viertelfinale der Champions League schaffte. Auch danach grüßten die Sieger ihre treuesten Unterstützer.

Umgelegt auf Österreich heißt das: Man kann davon ausgehen, dass sich Teile der Rapid-Fanszene nicht davon abhalten lassen werden, bei Heimspielen zum Hütteldorfer Allianz-Stadion zu kommen, vor den Eingängen zu ihrer Tribüne zu stehen und von dort versuchen, ihre Mannschaft zu pushen.  Und das wird keine verschwindende Minderheit sein, sondern eine Anzahl, die in die hunderte, wenn nicht mehr gehen wird. Die möglicherweise sogar bereit sind, auch zu den anstehenden Auswärtsspielen wie etwa nach Salzburg zu fahren.

Eine Maßnahme dagegen könnte sein, die Gebiete rund um die Stadien, egal wo, großräumig abzusperren. Aber das würde nichts daran ändern, dass es dann vor den Absperrungen zu den Ansammlungen kommen würde. Das sind Dinge, die derzeit hinter den Kulissen zur Sprache kommen wenn über die Fortführung der Bundesliga ab Mai mit  jeweils zehn Runden der Meister-und Qualifikatonsrunde  plus zwei Play-off-Partien, also insgesamt 62 Spiele, beraten und diskutiert wird. Wobei es nicht nur bei Rapid, sondern ach bei anderen Vereinen diese Fans geben wird, die trotz aller  Appelle und Warnungen versuchen werden, vor das Stadion kommen. Bei Rapid werden es aber wie im Normalbetrieb sicher die meisten sein.

 

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