Fußball

Austria bekam auch Eggestein ablösefrei und verhandelte mit Kalajdzic

Einen Tag vor dem Hinspiel in der Qualifikation zur Champions League gegen den Cupsieger aus Georgien, Zweitligist FC Spaeri, im Franz Horr-Stadion, wie die Generali-Arena im Europacup wieder heißt, meldete die Austria Vollzug beim Erwerb des vierten neuen Offensivspielers, der wie die anderen drei, wie Manprit Sarkaria, Noah Botic und Kelvin Boateng, keine Ablöse kostete: Es ist der 27 jährige Deutsche Johannes Eggestein, der in den letzten drei Saisonen für den Hamburger Kultklub FC St. Pauli tätig war, mit ihm den Aufstieg in die Bundesliga und den Klassenerhalt schaffte und von Austrias Sportvorstand Jürgen Werner zum zweiten Mal verpflichtet wurde. Das erste Mal passierte das vor fünf Jahren in Werners LASK-Zeit, als er Eggestein für ein Jahr von Werder Bremen auslieh. In dieser Saison erzielte er das LASK-Siegestor im UEFA-Cup-Gruppenspiel zum 1:0 gegen Royal Antwerpen, danach verpflichteten ihn die Belgier. Eggesteins Namen wurde in den letzten Wochen auch mit Rapid in Zusammenhang gebracht. Er entschied sich auch für Austria, weil Sportchef Manuel Ortlechner ihm an der Sigmund Freud-Universität im Prater einen Studienplatz für Psychologie besorgen konnte. Bei Austria gibt es für Eggestein ein Widersehen mit Spielern aus seiner LASK-Zeit,mit Reinhold Ranftl und Marko Raguz. Er unterschrieb einen Dreijahresvertrag.

Werner meinte, Trainer Stephan Helm, der Eggestein auch aus seiner Co-Trainer-Zeit beim LASK kennt, habe geradezu nach einem Offensivspieler gelechzt, der  zwischen den Linien agieren kann. Das passt nach Werners Ansicht geradezu perfekt zu Eggestein, dessen Bruder beim SC Freiburg mit Philipp Lienhart, Michael Gregoritsch und Junior Adamu spielt. Seit seinem Einsteg bei Austria zeigte sich Werner erstmals mit der Bilanz einer Transferzeit zufrieden: „Wir haben jetzt einen breiteren Kader ohne einen einzigen Leihspieler, alle gehören der  Austria!“ Einen hätte er schon gerne auf Leihbasis geholt: Den 28 jährigen Teamstürmer Sasa Kalajdzic, der sich jedoch dafür entschied, das Comeback nach seinem dritten Kreuzbandriss bei Wolverhampton zu versuchen, auch ein sehr gutes Angebot von Besiktas Istanbul ablehnte. Einen Neuen, einen linken Verteidiger, wird Werner noch engagieren:  „Er ist im Anflug“, versicherte der Sportvorstand. Es könnte einer sein, den er ebenfalls noch vom LASK kennt: Max Ullmann, zuletzt bei Wolfsberg.

Gegen den FC Spaeri wird Eggestein am Donnerstag sicher noch nicht spielen, eine Woche darauf könnte es vielleicht so weit sein. Eggesteins Engagement ist auch eine „Absicherung“, falls die Austria für einen Offensivspieler, etwa Torjäger Maurice Malone, ein Angebot bekommt, das zum Nachdenken zwingt. Bisher gibt es noch keines. Speri gewann das Cupfinale überraschend im Elferschießen gegen Favorit Dynamo Tiflis mit seinem damaligen österreichischen Trainer Ferdinand Feldhofer. Der prophezeit einen problemlosen Aufstieg der Austria in die dritte Runde: „Es wird nur an uns liegen“, prophezeite Helm, der Aggressivität und ein hohes Tempo sehen will. Schon Donnerstag sollte der Aufstieg feststehen. Austria erwartet 9000 Zuschauer, die Osttribüne ist ausverkauft. ORF 1 überträgt direkt, Rapids Spiel im Montenegro gegen FK Decic Zuzi ist live im Stream auf ORF on zu sehen.

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