Fußball

Austria fehlt einer wie Kiteishvili: Jetzt spricht wieder alles für Sturms Titelverteidigung

Weil Austria gegen Red Bull Salzburg nicht gewinnen kann, könnte dies den ersten violetten Meistertitel seit 2013 kosten. Bis zur 80. Minute hielt die Austria Sonntag in Salzburg ein 0:0, ehe Dorgeles Nene (Bild) für Salzburgs Führung sorgte. Neun Minuten später folgte das endgültige k.o. durch Joker Petar Ratkov. Mit der 18. Niederlage in den letzten 22 Spielen gegen Salzburg verlor die Austria wieder die Tabellenführung an Titelverteidiger Sturm Graz, der bei Bau Weiß Linz 1:0 (0:0) gewann. Durch ein Goldtor von Otar Kiteishvili, der verhinderte, dass zwei Punkte in Linz liegen blieben. Einen Unterschiedsspieler in der Offensive wie den Georgier hat die Austria nicht. Aleksandar Dragovic war zwar der beste Transfer des letzten Sommers, aber er kann zum Tore verhindern nicht auch welche schießen. Drei Runden vor Schluss hat Sturm je drei Punkte mehr als die Austria und Wolfsberg, vier mehr als Salzburg. Sturm empfängt nächsten Freitag Salzburg, muss dann zu Rapid und spielt zum Abschuss daheim gegen Wolfsberg. Das könnte das große Finale um den Titel werden, wenn Wolfsberg zuvor daheim seine zwei Heimspiele gegen Blau Weiß Linz und die Austria gewinnt. Das violette Restprogramm: Zunächst das Heimderby gegen Rapid, dann nach Wolfsberg und am Verteierkreis Blau Weiß Linz.

„Die Leistung und die Mentalität stimmen mich sehr zuversichtlich für die letzten Runden“, frohlockt Sturms Trainer Jürgen Säumel, „wir haben eine Superenergie in der Mannschaft“. Austrias Stephan Helm gab den Rückschlag zu, gab aber die Devise aus: „Wir müssen gut damit umgehen!“ Er fand seine Mannschaft nicht duchsetungsfähig genug,  als Salzburg zwar den Druck erhöhte, aber die Austria dadurch gleichzeitig Raum zum Kontern erhielt:  „Unser Plan ist relativ lange gut aufgegangen. Die Trauben hängen halt hoch in Salzburg!“ Auch, weil Austrias Kader nicht so breit ist wie der von Salzburg. Trainer Thomas Letsch setzte ein Zeichen, als er statt des gesperrten Samson Baidoo den Schweden John Mellberg, den Sohn des ehemaligen schwedischen Teamspieler Olaf Mellberg, einsetzte. Mit ihm und dem Franzosen Joane Gadou spielten zwei 18 jährige Innenverteidiger, der im Winter geholte belgische Defensivspieler Maximiiano Caufiez blieb draußen. Der letzten Sommer als große Mittelfeldhoffnung gepriesene Millionenkauf vom FC Liverpool, Bobby Clark, wurde erst in der Nachspielzeit eingewechselt. Aber Letsch gab zu: „Drei Runden vor Schluss auf Platz vier zu stehen, ist nicht das, was wir wollen!“

In der Qualifikationsgruppe schaffte Hartberg mit dem 2:0 (0:0)-gegen Altach die Rettung, wird gegen den LASK, der Samstag bei WSG Tirol 3:1 gewann, das Semifinale im Play-off bestreiten. Der Sieger kämpft gegen den Fünften der Meistergruppe, derzeitRapid, um einen Platz in der Qualifikation für die Conferenve League. Im Kampf gegen den Abstieg sind der GAK, Austria Klagenfurt und Schlusslicht Altach punktgleich, WSG Tirol hat einen mehr als das Trio. Nächsten Samstag kommt es zu den  „Schlüsselspielen“ zwischen Austria Klagenfurt und WSG Tirol sowie Altach und GAK.

 

Foto: Gepa Admiral.

Meist gelesen

Nach oben