Fußball

Austria mit 17 jährigem Ersatz für gesperrten Kapitän um Krönung der Aufholjagd

Erstmals seit vier Jahren heißt der Erste nach dem Grunddurchgang nicht Red Bull Salzburg. 2021 hatten die Bullen vor der Punkteteilung sieben Punkte Vorsprung, 2022 acht, 2023 sieben, 2024 nur vier. Daraufhin folgte der erste Titelverlust nach elf Jahren oder zehn Meistertitel hintereinander. Sonntag kann Salzburg ohne den gesperrten Kapitän Mads Bistrup und dem erneut unter Adduktorenproblemen leidenden Karim Onisiwo mit einem Heimsieg gegen Wolfsberg noch die Kärntner überholen und Platz drei belegen. Auch bei Wolfsberg fehlt der Kapitän Dominik Baumgartner, mit Gelbspeere verletzt aus. Feiert Salzburg den fünften Heimsieg hintereinander, bedeutet dies acht Punkte Rückstand, wenn das Spitzenduo gewinnt. Tabellenführer Sturm Graz daheim gegen den Fünften LASK, die Wiener Austria am Innsbrucker Tivoli gegen WSG Tirol, die in den letzten drei Runden jeweils ein Tor in der Nachspielzeit kassierte und daher nur einen Punkt holte. Auf jeden Fall profitiert Salzburg erstmals von der Punkteteilung.

Salzburg wird nach 22 Runden zwölf,  14 oder 15 Punkte weniger haben als ein Jahr davor, das zeigt, wie durchwachsen die Saison bisher verlief, auch wenn es in den letzten neun Runde keine Niederlage mehr gab, gesamt ebenso nur vier Niederlagen wie bei Sturm und Austria. Aber sowohl die Grazer als auch die Violetten gewannen je vier Spiele mehr. Für Jürgen Säumel und Stephan Helm (Held) wäre es doch etwas Besonderes, bei ihrer Premierensaison  als Cheftrainer in der Bundesliga als Erster in die zehn entscheidenden Runden zu gehen. Säumel übernahm Sturm von Christian Ilzer nach 13 Runden mit fünf Punkten Vorsprung auf Austria, Helm war von Beginn an im Amt, hat sich alles mithilfe seiner Mannschaft, deren Kapitän Manfred Fischer, den der 17 jährige Philipp Maybach ersetzen könnte, Sonntag gesperrt ist, selbst erarbeitet. Helm war mit der Trainingswoche „super zufrieden“ und ist daher überzeugt. „dass wir etwas mitnehmen werden, wenn wir an unser Leistungsmaximum kommen“. Seit Anfang Oktober feierte die Austria elf Siege, drei mehr als Meister Sturm, holte in dieser Zeit auch sieben Punkte mehr. Sturm zu überholen, wäre die Krönung der Aufholjagd. Sturm verteidigt vor ausverkauftem Haus Platz eins, der LASK, der als einziger Bundesligist in diesem Jahr noch kein Pflichtspiel verlor, hat Besetzungssorgen im Abwehrzentrum: Kapitän Philipp Ziereis ist gesperrt, der Kroate Hrvoje Smolcic wegen muskulärer Probleme fraglich.

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