Fußball

Austrias positive Nachricht im Schatten der Option-Variante: Ein Prozent der AG kostet 250.000 Euro

Endlich eine positive Nachricht von der Austria in dieser Woche. Nach außen geschickt von der Mannschaft mit einem 2:1 (1:1) in St. Pölten. Auch wenn Tormann Patrick Pentz danach im Sky-Interview von einer „Schweinspartie“ sprach, die drei Punkte taten der violetten Seele gut. General Manager Peter Stöger (Bild oben) versicherte glaubhaft, die Reaktion der Spieler habe ihm Spaß gemacht, weil sie Charakter zeigten. Stimmte alles. Die Austria stellte ihr letztes Aufgebot, musste die Abwehrspieler Christoph Schösswendter, Eric Palmer Brown  und Markus Suttner vorgeben. Daher begannen  erstmals in diesem Jahr Routinier Michael Madl und Johannes Handl im Abwehrzentrum. Als Handl patzte, lag die Austria nach vergebenen Chancen nach 29 Minuten zurück, da die amerikanische Bayern-Leihgabe Taylor Booth traf. Eine Minute traf der  St.Pöltener Alexander Schmidt für Austria ins eigene Tor, nach 65 Minuten jubelte Marko Djuricin über einen verwandelten Handselfmeter zu seinem dritten Tor im Austria-Dress, das den Sieg brachte. Stöger coachte hörbar auffallend temperamentvoller als gewohnt: „Es ging darum, die Mannschaft in dieser besonderen Situation zu unterstützen!“

Aber der Sieg blieb trotzdem im Schatten der  Austria-Probleme um die Lizenz. Freitag dauerte die virtuelle Sitzung von Aufsichtsrat und Verwaltungsrat mehr als sechs Stunden, sechs Stunden vor Anpfiff in St. Pölten folgte eine Aussendung wonach weiterhin alles versucht wird, die Lizenz in zweiter Instanz zu erhalten. Eine Investorengruppe der „Freunde der Austria“ sei im Entstehen, die zusätzliche Sicherstellungen für den Erhalt der Lizenz ermöglichen soll. Hinter der Idee wird Vizepräsident Raimund Harreither vermutet. In Oberösterreich gibt es die „Freunde des LASK“, die den Klub finanzieren. Folgt ähnliches bei der Austria? Die „Oberösterreichischen Nachrichten“ berichteten über Optionsscheine als letzte Option. Demnach bietet die Austria Option auf Anteile an der Austria-AG an, die mit 25 Millionen Euro bewertet wurde. Ein Prozent der AG kostet 250.000 Euro. Wer jetzt per Bankgarantie die Option zieht, kann sie bis 30. Juni einlösen. 28 Prozent müsste die Austria verkaufen, um die nötigen Bankgarantien für sieben Millionen zu bekommen. Das Angebot gilt nur bis Dienstag. Ob sie in so kurzer Zeit so viele Austria-Freunde finden, die sich Anteile an einem Klub mit einem Schuldenberg von über 70 Millionen leisten wollen?

Zurück zur positiven Nachricht des Samstags:  Austria bliebt mit dem Sieg an Hartberg im Kampf um Platz eins der Qualifikationsrunde dran. Die Steirer gewannen in der Südstadt beim Letzten Admira durch ein spätes Tor von Selfedin Chabbi 1:0 (0:0). Es fiel 14 Minuten nach der roten Karte für Admiras Innenverteidiger Lukas Malicsek für ein angebliches Foul an Rajko Rep. Trainer Damir Buric wies mit Sky-Bildern plausibel nach, dass Schiedsrichter Dieter Muckenhammer mit der Entscheidung falsch lag. Malicsek traf zuerst den Ball, zudem hätte auch Emanuel Aiwu in de Situation eingreifen können: „Der Ausschluss hat das Match entschieden!“ Sieben Minuten später wechselte Hartbergs Trainer Markus Schopp Chabbi ein, der sieben Minuten brauchte, um zu treffen. Letzte Woche hatte Chabbi als Joker den ungerechten Elfmeter zum Siegestor gegen Austria herausgeholt. Durch die Siege von Hartberg und Austria sieht es ganz nach einem niederösterreichischen Duell gegen den Abstieg zwischen Admira und St. Pölten (in den zwei Spielen seit den Trainerwechsel von Robert Ibertsberger zu Georg Zellhofer gab es keinen Punkt) geben wird. Ried und Altach konnten mit dem 0:0 gut leben. Bei beiden funktionierte der Trainerffekt mit Andreas Heraf und Damir Canadi besser als in St. Pölten.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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