Vor nur 8239 Zuschauern, unter ihnen US-Vizepräsident JD Vance, in Cincinnati bei 33 Grad Hitze nur ein Tor – aber das reichte Borussia Dortmund ohne Marcel Sabitzer zum 1:0 (0:0) gegen Ulsan aus Südkorea und zum Sieg in der Gruppe F der Klub-WM. Im Achtelfinale trifft Dortmund Mittwoch in Atlanta auf den Zweiten der Gruppe mit Inter Mailand, River Plate oder Monterrey aus Mexiko. Manchester City oder Juventus Turin wären der Gegner des FC Salzburg, sollte er in der Nacht auf Freitag im Lincoln Fiancial Field von Philadelphia, dem Stadion des aktuellen Super Bowl-Siegers, der Philadelphia Eagles, gegen Real Madrid das Aufstiegswunder schaffen. Vor der bisher größten Kulisse, vor der die Salzburger in den USA spielen: Das 67.000 Zuschauer fassende Stadion ist restlos ausverkauft. 30 Grad Hitze werden prophezeit, auch Unwetter sind möglich. Droht wieder eine längere Unterbrechung wie beim Startsieg gegen Pachuca in Cincinnati?
Mir einem Sensationssieg würde Salzburg sogar als Gruppensieger aufsteigen. Ein Unentschieden reicht, wenn Al Hilal gegen Pachuca nicht gewinnt. Auch bei einer Niederlage könnte es ein finanziell lukratives Happy End geben, wenn Pachuca Al Hilal besiegt. Die Aufstiegsprämie ins Achtelfinale beträgt 6,5 Millionen Euro. Dass Salzburg darauf überhaupt eine Chance hat, konnte man nicht unbedingt erwarten. Daher hat Trainer Thomas Letsch durchaus recht, wenn er es schon als „Erfolg“ sieht, einen Tag nach dem 22. Geburtstag de Dänen Maurits Kjaergaard ein „Finale“ gegen Real Madrid zu haben. Bei dem sich Salzburg sicher mutiger präsentieren wird als im Jänner bei der 1:5-Abfuhr in der Champions League im Bernabeu-Stadion. Weil der Teamspirit derzeit sicher besser ist. So gesehen war die Klub-WM schon der erhoffte Neustart.
Für den 18 jährigen bisher unbesiegten Tormann Christian Zawieschitzky jagt ein größtes Spiel seiner Karriere das nächste. Das gegen die Real Madrid-Stars wie Vinicius Junior, Rodrygo, Jude Bellingham und vielleicht auch Kylian Mbappe nach überstandener Darmgrippe wird nicht zu toppen sein, Real Madrid fehlt er gesperrte Innenverteidiger Raul Asencio. Ihn wird aber nicht Österreichs Teamkapitän David Alaba ersetzen. Er gehört drei Tage nach seinem 33. Geburtstag auch im dritten Spie unter dem neuen Trainer Xabi Alonso nicht zum Kader, konzentriert sich weiter auf die „Reha“ nach dem Meniskusriss. Dass in den spanischen Sportgazette ein „Abgesang“ auf Alaba den nächsten jagt, sollte man nicht überbewerten. Wer Alaba im März beim 1:1 in der Nations League gegen Serbien sah, der ist überzeugt: David wird´s allen noch einmal zeigen. Er hat mit Xabi Alonso in drei gemeinsamen Jahren be Bayern München sechs Titel gewonnen,
Foto: FIFA.
