Eishockey

Baders Glücksgefühle in Davos! Raffl trifft für neuen Vertrag

Weihnachtliche Glücksgefühle für Eishockey-Teamchef Roger Bader derzeit beim Spengler-Cup in Davos. Mittwoch durch seinen 21jährigen Sohn Thierry, der beim 1:2 gegen Team Canada das Tor von Davos erzielte, zum besten Spieler gewählt wurde. Donnerstag Abend durch den 18jährigen Verteidiger Julian Payr, der bei ihm im Oktober erstmals im Nationalteam zum Zug gekommen war, zuletzt bei der U 20-WM spielte. Payr bewies beim 3:2 von Davos gegen Nürnberg einmal mehr sein Talent, erzielte das Siegestor. So bleibt er auf jeden Fall ein Thema für die Weltmeisterschaft in Bratislava, zumal ja in der Schweiz bei den Klubs die Bereitschaft, auf junge Spieler zu bauen, viel größer ist als bei den österreichischen Vereinen der EBEL-Liga. Bei denen wird man kaum einen 18jährigen finden, der regelmäßig zum Zug kommt wie der Vorarlberger Payr in seinem ersten Profijahr bei Davos. Beim Sieg gegen Nürnberg mit seinen 13 Ausländern bot Davos drei Legionäre, den 18jährigen Österreicher Payr auf – und  17 Schweizer! Findet man in Wien, Klagenfurt, Linz, Salzburg, Innsbruck, Villach oder Dornbirn 17 Österreicher in der Aufstellung?

Wenig Glücksgefühle haben zum Jahreswechsel  Österreichs drei Legionäre in der National Hockey League. Michael Grabner muss seit Anfang Dezember pausieren, seit ihm beim 6:1-Heimsieg der Arizona Coyotes gegen St.Louis der Stock des kanadischen Blues-Stürmers Sammy Blais am rechten Auge traf. Seit damals verpasste er zwölf Spiele. Die Bilanz bis Dezember: Sechs Tore und fünf Assists in 25 Partien. Thomas Raffl (Bild oben) kommt bei den Philadelphia Flyers nach seiner Verletzungspause im Herbst, durch die er 14 der 36 Spiele verpasste, in Fahrt. Seit Scott Gordon  Dave Hakstol als Head-Coach ablöste, beginnt der 30jährige Villacher auch zu treffen. Donnerstag brachte er mit seinem zweiten Saisontor die Flyers in Tampa in Führung, am Ende stand eine 5:6-Niederlage nach 18 Sekunden der Verlängerung. Zu bisher zwei Toren kamen fünf Assists. Was für Raffl spricht und auch ein Argument bei den Gesprächen über die Verlängerung des auslaufenden Vertrags sein könnten, ist seine positive Plus/Minus-Bilanz. Im Verhältnis der Tore, bei denen er am Eis stand, wenn sie Philadelphia erzielte und kassierte, heißt es derzeit plus vier. Bei einem Spieler, der meist in der dritten oder vierten Linie zum Zug kommt, keine Selbstverständlichkeit. Die Bilanz heißt bei Grabner minus eins, bei Thomas Vanek sogar minus acht.

Donnerstag blieb Vanek  beim 2:5 der Detroit Red Wings gegen die Pittsburgh Penguins um ihren Topstar Sid Crosby ohne Scorerpunkt, fünf Tore und zehn Assists in 31 Partien sind für sein Niveau nicht viel. Aber Detroits Head Coach Jeff Blashill lässt über Vanek, der am 19.Jänner 35 Jahre alt wird, nichts kommen. Ihm fehle nach der Knieverletzung und acht Spielen Zwangspause nur etwas  Selbstvertrauen. Vanek sei ein Genie, vor dem Tor einer der fünf besten Spieler, die er kenne, der auf einem anderen Level denke als viele seiner Mitspieler. So lobte Blashill Vanek in aller Öffentlichkei. Profilierte Mitspieler wie Dylan Larkin oder Andreas Athanasiou klangen ähnlich: „Wir wissen, dass wir von ihm sofort den Puck bekommen, wenn wir in guter Position sind.“ Für Larkin ist Vanek sogar mit das beste, das er bei Detroit erlebte.

Zwar ist noch nicht einmal die Hälfte der Hauptrunde, die bis 6. April dauert, gespielt, doch es zeichnet sich bereits für die drei Österreicher ein gemeinsames Schicksal ab: Sie werden nicht ins Play-off kommen. Derzeit verbindet sie mit Arizona, Philadelphia und Detroit der siebente und vorletzte Platz in ihrer Division. Der Rückstand im Rennen um eine Wild Card ist aktuell schon ziemlich groß: Je sieben Punkte bei Grabner und Vanek, einer mehr bei Raffl. Wenn es Anfang April für alle drei vorbei ist, könnten sie ja einen Monat später bei der  Weltmeisterschaft für Österreich um den Klassenerhalt kämpfen. Raffl wird das aber nur riskieren, wenn bis dahin alles klar mit einem neuen Vertrag in Philadelphia oder bei einem anderen Klub ist.

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