Was Konrad Laimer mit Bayern München und Marcel Sabitzer mit Borussia Dortmund nicht gelungen, schafften Sonntag Christoph Baumgartner und Nicolas Seiwald: Sie stürmten mit RB Leipzig die Festung Volksparkstadion, fügten dem Hamburger SV die erste Heimniederlage seit vier Monaten zu. Bemerkenswert am 2:1 (1:1)-Auswärtssieg: Erstmals in dieser Saison gewann Leipzig nach Rückstand: „Das kann etwas bewegen und wird es hoffentlich auch tun“, meinte Baumgartner nach dem Jubel vor den Fans (Bild). Überdies wurde die beeindruckende Serie gegen Aufsteiger prolongiert: In bisher 40 Spielen bezog Leipzig noch keine Niederlage. Leipzig gewann trotz eines vom Brasilianer Romulo, der den Ausgleich mit der Ferse erzielte, vergebenen Elfmeters.
Der Sieg in Hamburg brachte Baumgartner und Seiwald im Dreikampf um zwei Champions-League-Plätze gegen Hoffenheim und den VfB Stuttgart bis auf zwei Punkte an die Konkurrenten heran. VfB Stuttgart holte mit dem 4:0 (2:0)-Kantersieg gegen den heuer noch sieglosen VW-Werksklub Wolfsburg, der ohne den verletzten Patrik Wimmer auf den zweiten Abstiegsplatz zurückfiel, ein, hat aber die um zwei Treffer schlechtere Tordifferenz. Dadurch blieb Hoffenheim Dritter. In der nächsten Runde gastiert die Mannschaft von Christian Ilzer beim Letzten Heidenheim. Da muss sich zeigen, ob Ilzers Prognose nach dem Ende der längsten Heimsieg-Serie der Klubgeschichte, stimmt: „Wir werden auch daraus lernen“, versprach er nach dem 0:1 gegen St. Pauli. Stuttgart muss nach Mainz, in Leipzig kommt es zu einem Österreicher-Duell: Baumgartner und Seiwald gegen Michael Gregoritsch und Augsburg. Der Sechste Leverkusen liegt je sechs Punkte hinter Hoffenheim und Stuttgart, vier hinter Leipzig.
Ein Österreicher erzielte eines der attraktivsten Tore im deutschen Fußballwochenende: Ex-Rapid-Kapitän Dejan Ljubicic, der sich noch leise Hoffnungen auf einen Platz im WM-Kader macht, traf für Zweitliga-Tabellenführer Schalke zum 1:1 (0:1) beim Schlusslicht Fürth mit Ex-Sturm Graz-Trainer Heiko Vogel. Ljubicic, im Winter für 750.000 Euro von Dinamo Zagreb gekauft, traf aus 22 Metern mit 114 Stundenkilometern genau ins Kreuzeck zum Ausgleich. Der Kracher bewahrte Schalke vor der totalen Blamage, rettete Platz eins vor Paderborn und Darmstadt.
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