Nach seinen Saisontoren neun, das er mit der Ferse erzielte, und zehn liegt Christoph Baumgartner in der Schützenliste der deutschen Bundesliga schon auf Platz fünf, aber so richtig freuen konnte sich der österreichische Teamspieler nicht. Er brachte mit seinem Doppelpack RB Leipzig im Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund zwar vor der Pause 2:0 in Führung, doch am Ende hieß es 2:2. Dortmund glich durch das erste Bundesligator von Joker Fabio Silva in der 95. Minute aus. Leipzig ließ nach Führung in dieser Saison schon 18 Punkte liegen, gewann von den letzten sechs Pflichtspielen nur eines: „Wir müssen cleverer sein“, klagte Baumgartner, „es fühlt sich an wie eine Niederlage.“ So wie er spiele auch Nicolas Seiwald durch, Xaver Schlager musste nach 65 Minuten aufhören, weil er nicht mehr sprinten konnte. Bei Dortmund gehörte Marcel Sabitzer erstmals nach seiner Wadenverletzung zur Startelf, wurde nach 76 Minuten ausgetauscht. Da führte Leipzig noch 2:1. Für Dortmund vergrößere sich der Rückstand auf Tabellenführer Bayern München vor dem Spitzenduell am kommenden Samstag auf acht Punkte. Bayern bezwang daheim Eintracht Frankfurt nach 3:0-Führung nur 3:2, Harry Kane trug mit den Saisontoren 27 und 28 entscheidend dazu bei. Konrad Laimer fehlte im Kader, weil ihn Bayern-Trainer Vincent Kompany nach einem Muskelfaserriss vorsichtig aufbauen will.
Hoffenheim blieb in diesem Jahr weiter unbesiegt, führte beim 1. FC Köln trotz schnellem 0:1-Rückstand nach einer Stunde 2:1, kassierte drei Minuten nach dem Führungstreffer aber den Ausgleich zum 2:2 (1:1). Was Trainer Christian Ilzer ärgerte: „Ich bin zufrieden, weil wir das Match drehen konnten. Mich stört aber, dass wir in unserer besten Phase aus einem Konter den Ausgleich kassierten!“ Alexander Prass spielte ab der 73. Minute. Im Kampf um einen Champions League-Platz hat der Sensationsdritte Hoffenheim weiter fünf Punkte mehr als Leipzig, schon sieben mehr als die Bayer-Werkself Leverkusen, die bei Union Berlin (mit Christopher Trimmel und Leopold Querfeld) 0:1 verlor.
Ein Erfolgserlebnis gab es für Michael Gregoritsch, der beim 3:2 (0:1)-Auswärtssieg von Augsburg gegen Wolfsburg (ohne den verletzten Patrick Wimmer) in der 81. Minute eingewechselt wurde, in der 87. Minute durch einen Elfmeter ausglich. In der 93. Minute fiel noch der Siegestreffer – ebenfalls durch einen Joker, durch Kosovo-Teamspieler Elvis Rexhbecaj. „Wir sind eine richtig coole Einheit“, freute sich Gregoritsch. Augsburg entfernte sich weiter von den Abstiegsplätzen, für Wolfsburg bleibt der Kampf um den Klassen bittere Realität. Mainz holte Freitag mit Stefan Posch und Phlipp Mwene daheim mit dem 1:1 (1:0) gegen den Hamburger SV wenigstens einen Punkt.
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