Historisch harmlos präsentierte sich Bayern München mit Konrad Laimer beim 0:0 im deutschen Spitzenduell bei Meister Leverkusen. Erstmals seit Erfassung der Spieldaten, in über 1100 Spielen, blieben die Münchener in einer Hälfte ohne Torschuss. Bis zum ersten harmlosen durch Harry Kane dauerte es 73 Minuten. Trotz der schlechten Offensivleistung war das Unentschieden fast schon das Meisterstück. Denn noch nie konnte eine Mannschaft in den letzten zwölf Runden einen Rückstand von acht Punkten aufholen. Bayern brauchte auch Glück: Zweimal rettete in den ersten 25 Minuten die Latte für Tormann Manuel Neuer (Bild), in der dritten Minute der Nachspielzeit vergab Florian Wirtz, der im Vergleich der Jungstars deutliche Vorteile gegenüber Bayers Jamal Musiala hatte, die letzte Chance. Vielsagender Kommentar von Laimer: „Mit dem Ergebnis sind wir zufrieden!“
Das konnte ein anderer österreichischer Teamspieler, Marcel Sabitzer, wirklich nicht behaupten. Denn nach dem 3:0 in der Champions League über Sporting Lissabon gab es beim Schlusslicht Bochum eine 0:2 (0:2)-Blamage, bei der er zur Pause in der Kabine blieb. Damit ist Niko Kovac der erste Dortmund-Trainer seit 1983, der seine ersten zwei Bundesligaspiel verlor. Dortmund fehlen auf einen Champions League-Platz stolze sieben Punkte. Den ersten Rückrundensieg feierte Patrick Wimmer mit Wolfsburg. Mit dem 2:1 (0:0) beim VfB Stuttgart leistete Trainer Ralph Hasenhüttl seinem Ex-Klub RB Leipzig, der Freitag in Augsburg beim 0:0 zwei Puntke liegen ließ, Schützenhilfe im Kampf um den Champions League-Platz. Der Ausgleich zum 1:1 in der 77. Minute war Wolfsburgs erster Torschuss, am Siegestreffer hatte Wimmer seinen Anteil. Seinen Schuss blockte Stuttgarts Verteidiger Josha Vagnoman im Strafraum mit ausgestrecktem Arm, den Elfmeter verwertete der Algerier Mohamed Amoura. Die Chancen auf einen Europacuppatz sind intakt.
Auch bei Philipp Lienhart mit Freiburg. Drei 1:0-Siege in Serie bedeuteten den Vorstoß auf Platz fünf, den am Samstag in Hamburg gegen St. Pauli machte ein Eigentor in vorletzter Minute möglich. Lienhart steht wie gewohnt für defensive „Qualitätsarbeit“. Im Aufwind ist auch Kevin Stöger mit Mönchengladbach. Beim 2:1 (2:0)-Auswärtssieg über Union Berlin war er am zweiten Tor beteiligt. Mönchengladbach liegt nur zwei Punkte hinter Freiburg. Bei den Verlierern spielte Ex-Rapidler Leo Querfeld ab der 46. Minute, mit ihm bekamen die „Eisernen“ kein Tor.
In Englands Premier League bezog Oliver Glasner mit Crystal Palace die zweite Niederlage n diesem Jahr, denen vier Siege und zwei Unentschieden gegenüber stehen. Zweimal verlor Glasners Mannschaft daheim im Selhurst Park. Wie vor drei Wochen gegen Brentford auch Samstag gegen Everton hieß es am Ende 1:2 (0:1). Adi Hütter schoss sich in Frankreichs Ligue 1 mit AS Monaco für die Aufholjagd in der Champions League gegen Benfica Lissabon ein. Beim 7:1 (1:1) gegen Nantes erzielte der von Sturm Graz geholt Däne Mika Biereth zum zweiten Mal in fünf Runden drei Tore. Insgesamt sind es sieben. Monacos höchster Saisonsieg entstand auch dadurch, dass Nantes ab der neunten Minute dezimiert war, nach einer roten Karte mit zehn Mann spielte.
Foto: FC Bayern München.
