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Bei der Bestellung von neuen Trainer regiert der Jugendwahn

Jetzt fand auch Altach einen neuen Trainer, bestätigte mit der Bestellung des 36 jährigen Ognen Zaric (Bild) einen aktuellen Trend. Erfahrung ist nicht mehr gefragt, Hauptsache der Trainer ist jung. Dem Jugendwahn fröhnten auch Sturm Graz mit dem 33 jährigen Fabio Ingolitsch, dem Zaric-Vorgänger im Ländle, und Rapid it dem 34 jährigen Dänen Hoff Thorup. Jung sein ist offenbar wichtiger als Erfolge aufweisen zu können. Denn der in Serbien geborene Zaric kann sie nicht aufweisen. Er begann zwar schon mit 21 die Trainerkarriere im Nachwuchs des FC Kufstein, war danach in Deutschland  bei Bad Aibling, der U 17 von Unterhaching, bei Rosenheim, danach in der Schweiz. Beim renommierten FC Basel in der U 17 und U 21 und als Co-Trainer, danach bei Zweitligist Winterthur als Assistent von Patrick Rahmen, danach als Chef. Nach dem Aufstieg wechselte Rahmen nach Bern zu Young Boys, wurde Zaric der Chef. Aber das Kapitel dauerte nur vier Monate.  Nach 21 Runden mit nur fünf Siegen, vier Unentschieden, aber zwölf Niederlagen war Winterthur Letzter, musste Zaric gehen. Der Punkteschnitt betrug nur 0,90. Seit Oktober 2024 war er ohne Job. Offenbar für Altach die richtige Empfehlung, die man schwer nachvollziehen kann. Aber wie gesagt: Hauptsache, Zaric ist jung.

Mag sein, dass er die österreichische Liga in seiner arbeitslosen Zeit verfolgt hat.  Aber ob das ein triftiger Grund sein kann, auf ihn zu vertrauen? Auch wenn es derzeit nicht danach aussieht, nach der Punkteteilung wird der Kampf um dem Klassenerhalt wieder ein Thema sein, auch wenn derzeit den Neunten Altach vom Schusslicht Blau Weiß Linz zehn Punkte trennen. Altachs Sportchef Philipp Netzer begründete seine Entscheidung mit der Kontinuität der Spielidee, für die Zaric stehe, und mit seiner internationalen Erfahrung. Was beim Letzten der Schweiz nicht reichte, passt offenbar 99Kilometer weiter in Altach.

Einen erfolgreichen Trainer unter 40 hat in der Liga Aufsteiger Ried mit Maximilian Senft. Jeweils 42 sind Stephan Helm von der Wiener Austria und Philipp Semlic von WSG Tirol, auch Ismail Atalan von Wolfsberg und Ferdinand Feldhofer vom GAK zählen mit 45 bzw. 46 zu denen, die noch nicht 50 sind. Darüber sind mit jeweils 54 Didi Kühbauer, zuletzt bei Wolfsberg und dem LASK der erfolgreichste Trainer der Liga, und Manfred Schmid (Hartberg), mit 56 Michael Köllner, der Neue von Blau Weiß Linz. Der älteste ist der 57 jährige Thomas Letsch von Winterkönig Red Bull Salzburg.

 

Foto: FC Winterthur.

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