Fußball

Bei Koglers Reintesten in die Stadien bleibt noch vieles ungeklärt

Bei der offiziellen Eröffnung der Frühjahrssaison zwischen Rapid und Sturm Graz am 22. Jänner wird es im Allianz-Stadion leere Ränge geben. Auch bei den andern fünf Spielen der 13. Runde. Davon kann man nach dem Auftritt von Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler Montag Abend im „Talk aus Hangar 7“ bei Servus-TV ausgehen. Bei dem Kogler unter anderem versicherte, den Sport im Freien, also auch die Bundesliga, werde man weiter verteidigen. Eigentlich hätte ihn eigentlich jemand fragen sollen oder sogar müssen, ob dies schon je geschehen ist. Wenn Kogler damit den eingerichteten „Notfonds“ für den Spitzensport meinte, den es auch 2021 geben wird, auch wenn die Fristen erst festgelegt werden müssen, dann hatte er recht. Aber sicher nicht, wenn es um das Besuchsverbot in den Stadien geht. Denn es gibt kein Beispiel, dass rund um ein Fußballspiel mehrere positive Corona-Fälle auftraten, gar ein Clouster entstand.  Auch nicht, als in der ersten Runde 10.000 Zuschauer bei Rapid gegen Admira in Hütteldorf auf den Tribünen saßen. Alle Vermutungen, dass im Stadion wenig passieren könne, aber im Umfeld dafür umso mehr, sind durch nichts bewiesen. Und werden nicht glaubhafter, wenn man sie immer wiederholt. Wie es Kogler am Montag getan hat.

Nach Ende des Lockdowns sollen sich die Fußballfans in die Stadien also reintesten dürfen. Ein negativer Corona-Test bietet die Chance, zu den Zuschauern zu gehören, die ihren Klub live vor Ort beobachten dürfen. Es ist jedem unbenommen, dies als Hoffnung zu betrachten. Aber es ist doch eher so, dass dies mehr Aufwand als bisher mit sich bringen wird, wenn man in die Stadien will. Sprich einen Antigentest, der höchstwahrscheinlich nicht älter als 24 Stunden sein darf. Das heißt etwa vor einem Sonntag-Spiel, dass man sich am Samstag testen lassen müsste. Ob beispielsweise in Hartberg oder Altach überhaupt eine Teststation geöffnet haben wird? Auch das zählt zu den ungeklärten Fragen, die Koglers Auftritt bei Servus TV hinterließ. Die Bundesliga deponierte schon davor sowohl bei Sport-als auch Gesundheitsministerium einige Anfragen, harrt jetzt der Antworten. Wer etwa für die Kontrollen zuständig sein wird, dass ein Fan am Tag vor dem Spiel einen negativen Corona-Test hatte.

Kogler outete sich zwar wieder als Befürworter der Lösung, die erlaubten Zuschauerzahlen von der Größe und Modernität der Stadien abhängig zu machen. Stellte aber gleichzeitig klar, dass man wegen der zu hohen Infektionszahen vorerst bei absoluten Grenzen bleiben müsse. Die soll, wie man hört, nur bei 750 Zuschauern liegen. Selbst in großen Stadien wie bei Rapid und Red Bull Salzburg, bei Austria und Sturm. Und die nur nach einem negativen Schnelltest. Ist das ein Hoffnungsschimmer? Ganz klar nein. Sondern sogar eher Schikane.

Foto: ServusTV/Neumayr Leo.

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