Beim Cupsieger Wolfsberg und Rapid können die Agenten und Spielerberater am meisten verdienen. Das verraten die Montag von der Bundesliga veröffentlichten Finanzzahlen der Saison 2024/25. Wolfsberg zahlte für die zwölf Neuwerbungen wie Dejan Zukic (Bild), Nikolas Polster, Alessandro Schöpf, den Alliance in Person von Mario Weger aus der Major League Soccer zurück nach Österreich brachte, Nicolas Wimmer, Marku Pink, David Atanga, Max Ullmann,Angelo Gattermayer, Chibuike Nwaiwu, 1,43 Millionen Euro an Provisionen, Rapid für 14 908.000, bei der Austria hatten die Spielerberater mit 820.000 Euro ihren Anteil am Saisonminus von 7,716 Millionen. Unter anderem die Pro Transfer-Agentur, für die auch der ehemalige Austria-Spieler Florian Mader arbeitet, beim slowenischen Stürmer Nik Prelec und die holländische SEG-Agentur, für die Ex-Rapid-Verteidiger Michael Schimpelsberger in Österreich tätig ist, bei Verteidiger Matteo Perez-Vinlöf.
In Fußballkreisen gilt es als offenes Geheimnis, dass etwa die israelische Agentur Scotpush by Dudu mit Wolfsberg gut ins Geschäft kommt, sprich einen guten Draht zu Präsident Dietmar Riegler oder Sportchef Markus Perchthaler hat. Etwa, alles um Innenverteidiger Nwaiwu ging. Beim Transfer von Zukic verdiente die bekannte Lian Sports Group mit Sitz in Irland. Um Polster vom LASK zu bekommen, war die Agentur Spocs mit Sitz in München dabei, bei Gattermayer die Schweizer SME. Auch die Wiener Connexion-Agentur brachte ihre Spieler (Pink, Ullmann) ins Lavanttal. Die slowakische CSM-Gruppe, die Juray Venglos, dem Sohn des ehemaligen Teamchefs gehört, vermittelte Innenverteidiger Ange Ahoussou nach Hütteldorf.
Sparsamer bei Ausgaben für Spielerberater war Meister Sturm Graz (592.000 Euro). In ähnlichen Höhen bewegte ich auch der LASK (501.000 Euro). Unter einer halben Million blieb überraschend Red Bull Salzburg mit 255.000. Da zahlten Altach (455.000) und selbst Ried in der zweiten Liga (353.000) sowie der GAK (289.000) noch mehr. Weniger als Salzburg gaben Hartberg (253.000), WSG Tirol (195.000) und Bau Weiß Linz (178.000) aus. Von den Zweitligisten sollen vier keinen Euro an Spielerberater überwiesen haben: Kapfenberg, Schwarz-Weiß Bregenz sowie die Aufsteiger Hertha Wels und Austria Salzburg zu Regionalligazeiten. Austria Klagenfurt gab noch in der Bundesliga 220.000 Euro aus, sechsstellige Beträge waren die Spielervermittler Austria Lustenau (115.000) und St. Pölten (109.000) wert.
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