Fußball

Beim Marktwert liegt Adi Hütter zwei Millionen vor Oliver Glasner

Duell der erfolgreichen österreichischen Trainer in der deutschen Bundesliga am Samstagnachmittag in Frankfurt: Adi Hütter gegen Oliver Glasner, der Frankfurt selbst bei einer Niederlage auf jeden Fall als Dritter vor Hütter verlassen wird. Dann nur noch mit einem Punkt Vorsprung.  Allerdings gewann Wolfsburg in Frankfurt die letzten vier Ligaduelle, davon eines mit Glasner. In Wolfsburg jubelte Glasner im Dezember über zwei Tore des Holländers Wout Weghorst, die ein 0:1 in ein 2:1 verwandelten. Selbst gegen Bayern München hat  Eintracht Frankfurt eine bessere Bilanz als gegen Wolfsburg.

Hütter, der auch Samstag auf den noch nicht fiten Martin Hinteregger verzichten muss, fehlen auf Glasner derzeit vier Punkte. Beim Marktwert der Trainer sieht es etwas anders aus. „SportBild“ veröffentlichte diese Woche eine Rangliste der 18 Trainer in der Bundesliga. Da kommt Hütter hinter Bayerns Hansi Flick (15 Millionen), Julian Nagelsmann von RB Leipzig (12,5 Millionen) und Salzburgs Ex-Meistermacher Marco Rose (sieben) mit sechs Millionen auf Rang vier. Mit zwei Millionen Vorsprung auf Glasner, der ex aequo mit Stuttgarts Pellegrino Matarazzo auf Platz fünf folgt. Glasner, so die Begründung, sei erst diese Saison zum großen Namen auf dem Trainermarkt gewachsen, weil er mit Wolfsburg die Champions League im Blick hat. Aber trotz einer Ausstiegsklausel deutlich unter fünf Millionen habe er noch keine Angebote von Topvereinen. Für Hütter musste Frankfurt 2018 an Young Boys Bern 800.000 Euro bezahlen, um ihn vom Schweizer Meister loszueisen. Für ihn spreche nicht nur das Semifinale der Europa League mit Eintracht, sondern auch, dass er Spieler wertvoller mache, Krisen bewältigen könne. Er sei so begehrt, dass Mönchengladbach sogar 7,5 Millionen Euro für ihn bezahlen will, um ihn als Nachfolger für Rose zu bekommen. So hoch wäre die Ausstiegsklausel, falls Frankfurt am Champions League-Platz bleibt.

15 Seiten weiter fragt  „SportBild“, ob Mönchengladbach für Hütter wirklich besser  als Frankfurt wäre. Beantwortet dies am Ende mit ja. Findet, dass viel dafür spricht, dass Hütter seiner Serie treu bleibt und nie länger als drei Jahre einen Klub trainiert. Er kam 2018 nach Frankfurt. Im Februar, als die ersten Spekulationen um den Wechsel von Sportvorstand Fredi Bobic zu Hertha BSC Berlin laut wurden, versicherte Hütter allerdings in einem „Sky“-Interview, in Frankfurt zu bleiben. Normal gilt bei Hütter das, was er einmal gesagt hat. Warum sollte es diesmal anders sein? Mit Red Bull Salzburg und Young Boys Bern hatte er nicht die Qualifikation für die Gruppenphase der Champions League geschafft. Daher wäre es nicht nachvollziehbar, den Klub zu wechseln, wenn er mit Frankfurt in die Königsklasse kommt, wonach es derzeit aussieht.

Hütter lehnt es inzwischen ab, Spekulationen über seine Zukunft zu kommentieren. Glasner hingegen redete offen über sein neues Ziel: Er peilt Rang zwei an, weil der Rückstand auf RB Leipzig nur noch drei Punkte beträgt. Seine Begründung: „Beim Blick nach hinten besteht die Gefahr zu stolpern“. Daher schaut er lieber nach vorne.

Foto: Vfl Wolfsburg.

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