Fußball

Beim Trainer-Karussell blieb Österreich im Rahmen

Vier der zwölf Klubs in Österreichs Bundesliga, also ein Drittel, gehen mit einem neuen Trainer in die neue Saison: Bei Meister Red Bull Salzburg hatte Sportchef Christoph Freund schnell mit dem „Novizen“ Matthias Jaissle aus der Filiale Liefering den Nachfolger für den nach Leipzig wechselnden Jesse Marsch parat (Bild oben), Wolfsberg legte sich auf den Deutschen Robin Dutt fest, die Wiener Austria entschied sich für Manfred Schmid, den ehemaligen Assistenten von Peter Stöger, als dessen Nachfolger ,die Admira setzt auf  Österreichs Rekordspieler Andreas Herzog. Wenn man den europaweiten Trend in Sachen Trainerwechsel betrachtet, dann  blieb Österreich im Rahmen. Gab es kein Trainer-Beben wie etwa in Deutschland. Aber das Karussell dreht sich auch in England, Italien, Frankreich und Spanien.

In Österreich haben nur Rapid (Didi Kühbauer), Sturm Graz (Christian Ilzer), überraschend der LASK (Dominik Thalhammer), WSG Tirol (Thomas Silberberger) und  Hartberg (Markus Schopp) den Trainer, der es in der ersten Runde der Saison 2020/21 war. Das sind sechs von zwölf Bundesligavereinen, also die Hälfte. In Deutschland  gehen allerdings von 18 Mannschaften ebenfalls sechs  mit demselben Trainer in die kommende Saison, der auch zu Beginn der letzten Spielzeit auf der Bank sass.  Das sind der VfB Stuttgart (Pellegrino Materazzo), Freiburg (Langzeittrainer Christian Streich), Union Berlin (Urs Fischer) und Hoffenheim (Sebastian Hoeness), die Aufsteiger Bochum (Thomas Reis) und Fürth (Stefan Leitl). Wie in Österreich kommt auch beim Meister ein neuer Mann. Bayern war zum Handeln gezwungen, da sich Hansi Flick verabschiedete, um Nachfolger von Jogi Löw als Teamchef zu werden. musste für Nachfolger Julian Nagelsmann vorerst knapp 20 Millionen Ablöse an RB Leipzig bezahlen. Auch die österreichischen Trainerlegionäre waren an dem Wechselspiel beteiligt: Adi Hütter zog bei Eintracht Frankfurt die Ausstiegsklausel Borussia Mönchengladbach zahle für ihn 7,5 Millionen Ablöse, bekam zuvor von Borussia Dortmund für Salzburgs Ex-Meistermacher Marco Rose fünf.  Frankfurt kam Hütters Nachfolger Oliver Glasner billiger. Wolfsburg bekam für ihn nur 1,8 Millionen.

Auch in Italien gab es beim Meister einen Trainerwechsel. Antonio Conte hatte keine Lust, den angestrebten Sparkurs von Inter Mailand mitzumachen, der auch Verkufe von Leistungsträgern beinhalten soll. Nachfolger Simone Inzaghi kam aus Rom von Lazio. Beim Stadtrivaen AS Roma übernahm“the special one“, Jose Mourinho, den Trainerjob von Paulo Fonseca, bei Napoli Luciano Spalletti, der auf Gennaro Gattuso folgte, der mit Fiorentina schon einen neuen Klub fand.  Der entthronte Mister Juventus ersetzte Andrea Pirlo durch „Heimkehrer“ Massimiliano Allegri. In Frankreich verließ  Christophe Galtier Überraschungsmeister OSC Lille, weil er überzeugt war, dass ein Vierjahreszyklus für einen Trainer lang genug ist. Olympique Lyon ersetzte Rudi Garcia durch den bei Leverkusen beurlaubten Holländer Peter Bosz , bei Paris St. Germain muss Mauricio Pochettino um den erst im Jänner angetretenen Job bangen, da er nicht Meister wurde. Pochettino verhandelte bereits mit Ex-Klub Tottenham, konnte sich aber nicht einigen.  So ging es auch Conte. Jetzt gelten Belgiens Teamchef Roberto Martinez und  Erik ten Hag, Meistertrainer von Ajax Amsterdam, als chancenreiche Anwärter  beim Londoner Traditionsklub.

In Spanien sitzt Diego Simeone bei Meister Atletico Madrid quasi einzementiert auf seinem Trainerstuhl. Zinedine Zidane räumte seinen Platz bei Real Madrid, daher kam Carlo Ancelotti aus England von Everton und zu einem Comeback beim „königlichen“ Klub, was auch David Alaba in Erinnerung an gemeinsame Bayern-Zeiten freute. Hollands Ex-Teamchef Ronald Koeman behielt beim Dritten FC Barcelona seinen Job. Weil Pep Guardiola die Möglichkeit zur Rückkehr ausschlug und sich schon vor dem verlorenen Finale in der Champions League zu Manchester City bekannte.

 

Foto: Red Bull Salzburg.

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