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Bis zur 82. Minute Letzter: Drei Joker gaben rote Laterne der Austria ab

Bis zur 82. Minute schien die Wiener Austria vor 11.900 Zuschauern der zweiten 0:1-Heimniederlage hintereinander entgegenzusteuern, wäre damit weiter Letzter gewesen. Schon mit dem Ausgleich gegen Aufsteiger Austria Lustenau gab die Austria die rote Laterne ab, in der zweiten Minute der Nachspielzeit fiel noch das Tor zum 2:1 (0:0). Damit sprang die Austria auf Rang acht. Drei Joker, in erster Linie Kelvin Boateng (Bild oben), dann Julian Hettwer und auch der Südkoreaner Kang-hee Lee spielten dabei eine entscheidende Rolle. Der sogar in doppelter Hinsicht. Drei Joker sorgten auch am Innsbrucker Tivoli dafür, dass WSG Tirol nach einem 0:2-Pausenrückstand gegen Hartberg noch die Aufholjagd zum 2:2 gelang.

Kang-hee Lee war der erste Joker, der bei der Austria ins Spiel kam. Nach 41 Minuten ersetzte er den verletzten Daniel Nnodim. Kurz nach Beginn der zweiten Hälfte eröffnete ein Fehlpass von Kang-hee Lee im Spielaufbau  Lustenau die Chance zum Konter. Taseok Lee, der Landsmann von Kang-hee Lee, konnte nach dem Pass von Sascha Belaye Dominik Weixelbaum nicht halten, die Rapid-Leihgabe brachte Lustenau in Führung. Dabei hatte Trainer Stephan Helm zur Pause mit Sanel Saljic statt Philipp Maybach einen Offensivspieler mehr gebracht. Nach 63 Minuten kam Julian Hettwer statt Vasilje Markovic auf den Rasen, nach 78 Kelvin Boateng für den letzten Neuzugang Valentino Müller, der in der Startelf stand,  als zentraler Mittelfeldspieler bis zum Austausch mehr quer und zurück als nach vorne spielte. Dazwischen hatte Austria bei einem Stangenschuss von Delaye Glück. Ein 0:2 hätte die Austria nicht mehr aufgeholt. Boateng braucht nur drei Minuten, um den Ausgleich vorzubereiten. Seinen Pass brachte Hettwer an Lustenaus Tormann Domenik Schierl vorbei. Eine Co-Produktion der Joker. Darauf folgten einige Gesten von Helm in Richtung der Fans auf der Tribüne, von denen er sich dahin einiges anhören musste. Aber es kam in der zweiten Minute der Nachspielzeit noch besser: Kang-Hee Lee köpfte nach einer Flanke von Eggestein, der knapp vor der Pause die Stange traf, an die Latte, den Abpraller verwertete Boateng mit einem Seitfallzieher spektakulär zum Happy End in Violett.

Die Tiroler Joker, die stachen, waren Lukas Hinterseer,  Murat Satin und Thomas Sabitzer. Nach 72 Minuten traf Hinterseer per Kopf nach einem Eckball zum 1:2, in der fünften Minute der Nachspielzeit verwandelte Satin einen Elfmeter nach Foul am sieben Minuten zuvor eingewechselten Sabitzer. Damit blieb die Mannschaft von Philipp Semlic vor dem Gastspiel bei Rapid am kommenden Freitag Fünfter, holte aus den letzten drei Spielen sieben Punkte. Einen mehr als Rapid.

Foto: Yigit Oerme.

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