Nur der Aufstieg zählt! Das gilt für das mühevolle 1:0 (0:0) von Rapid im Schlager der ersten Runde des Uniqa-Cups bei Wacker Innsbruck vor 15.726 Zuschauern. Im Spiel war von einem Unterschied zwischen Aufsteiger in die Regionalliga West und einem Europacupteilnehmer wenig zu merken. Spielerisch kommt von Rapid zu wenig, derzeit sorgen Standards für Siege: Beim 2:0 am Donnerstag in der Qualifikation zur Conference League bei Decic Tuzi gelangen die Tore nach einem Eckball und durch einen Elfmeter, das einzige Tor im ausverkauften Tivoli fiel kurz nach Beginn der Rapid-Viertelstunde in der 77. Minute aus einem Freistoß, den Bendegüz Bolla (Bild) von der Strafraumgrenze hoch in die Tormannecke hämmerte. „Er zählt bei uns nicht zu den fleißigsten“, sagte Trainer Peter Stöger nachher im TV-Interview über den ungarischen Rechtsverteidiger, der für eine siegreiche Premiere der neuen rot-blauen Auswärtsdressen im Nadelstreif sorgte.
Stöger veränderte die Startelf gegenüber Donnerstag an fünf Positionen: Jean Marcelin und Philippe Raux-Yao als neue Innenverteidiger, Bolla statt Furkan Demir rechts in d r Vierabwehr, Mamadou Sangare im Mittelfeld statt Romeo Amane, vorne im Angriff Ercan Kara statt Janis Antiste. Louis Schaub kam wegen einer leichten Verletzung als Vorsichtsmaßnahme gar nicht mit nach Tirol. Es begannen mit Niklas Hedl, Kapitän Matthias Seidl und Kara nur drei Österreicher, in den ersten 16 Minuten der zweiten Hälfte spielten nach dem Wechsel von Seidl gegen Amane sogar nur zwei, bis Dominik Weixelbraun für den unauffälligen Norweger Petter Dahl kam. „Wir machen in Ballbesitz noch zu viele Fehler, spielte ungenau, können daher keinen richtigen Druck aufbauen“, erklärte Stöger die Sorgen, führte die auch vier neuen Spieler in der Offensive (Dahl, Claudy Mbuyi, Antiste und Weixelbraun) zurück: „Das muss sich erst einspielen geht nicht von heute auf morgen!“ Daher konnte Rapid nur wenige torgefährliche Situationen kreieren, bei denen Innsbrucks Tormann-Kapitän Lukas Tauber stark reagierte.
Mit Schiedsrichterhilfe blieb Rapid die Verlängerung erspart. Denn als Innsbrucks Joker Okan Yilmaz nach 89 Minuten per Kopf traf, ließ der 27 jährige Unparteiische aus Vorarlberg, Stefan Macanovic, den Treffer nicht gelten, weil Yilmaz den kurz davor eingewechselten Jonas Auer wegstieß. Macanovic hatte freien Blick auf die Szene, der Pfiff passte zu seiner kleinlichen Linie, mit der er das Match leitete. Stöger gab fairerweise zu: „Beschweren hätten wir uns nicht dürfen, wenn es anders entschieden worden wäre!“
In der zweiten Runde gastiert Rapid zwischen 26. und 28. August im Burgenland beim Regionalligaklub Oberwart, dessen Stadion 5000 Zuschauer fasst. Die „Riesentöter“, Austria-Bezwinger Voitsberg und GAK-Bezwinger FC Dornbirn, empfangen Admira/Wacker und Red Bull Salzburg. Titelverteidiger Wolfsberg muss nach Innsbruck zu SVL Reichenau (Regionalliga West), Meister Sturm Graz zu Röthis aus der Eliteliga Vorarlberg. Bei Sturm fällt der neue französische Stürmer Axel Kayombo nach einer Sprunggelenksoperation monatelang aus.
Foto: SK Rapid/Andreas Graf.
