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Bosniens Teamchef Barbarez hat sicher mehr Sorgen als Rangnick

Sicher sorgte der Sieg über Rumänien bei Bosniens Team mehr Euphorie aus als die Pflichterfüllung auf Zypern bei Österreichs Team. Mag sein, dass sich die Bosnier mit dem „Finale“ in Wien einen Traum erfüllten. Aber realistisch gibt es keine Diskussion darüber, dass Bosniens Teamchef Sergej Barbarez (Bild) bei aller Zufriedenheit über den vierten Sieg im siebenten Spiel mehr Sorgen hat als Ralf Rangnick. Der könnte Dienstag, wenn er will, die gleiche Startelf wie am Samstag beginnen lassen, Barbarez hingegen nicht. Er braucht eine andere Abwehr, einen neuen Innenverteidiger und einen anderen auf der linken Seite. Grund sind die Gelbsperren für Nicola Katic und den Ex-Salzburger Amar Dedic. Katic ist seit letzter Saison ein Schützling von Ex-Ried-Trainer Miron Muslic. Der nahm ihn  dritten englischen Liga von Plymouth mit zum deutschen Traditionsklub Schalke. Bei Barbarez war der 29jährige gesetzt. Ebenso Dedic.

Im Abwehrzentrum wird wie in Zenica auch im Happel-Stadion der 22 jährige Tarik Muharemovic beginnen. Er hatte 2020/21 sechs Einsätze für Wolfsberg in der Bundesliga, wechselte dann in den Nachwuchs von Juventus. Jetzt ist er Stammspieler bei Sassuolo, dem Achten von Italiens Serie A, war im September bei Bosniens 1:2 gegen Österreich im Einsatz. Im Kader ist noch ein Innenverteidiger: Der 27 jährige Dennis Hadzikadunic von Italiens Zweitligist Sampdoria Genua. Linksverteidiger statt Dedic? Da wäre das Comeback des 32 jährigen Routiniers Sead Kolosinac nach einem Kreuzbandriss eine Möglichkeit. Nur hat er in dieser Saison noch kein Spiel für Atalanta Bergamo bestritten. Die Alternative könnte das Debüt von Emir Karic sein. Barbarez wollte den Stammspieler von Österreichs Meister Sturm Graz schon Samstag einsetzen, nur waren die Freigabepapiere des ÖFB noch nicht eingetroffen. Karic gehörte vor Jahren zu Österreichs U 21. In Bosnien unterstellt man, dass Absicht dahinter gesteckt sein könnte. Auch der rechte Verteidiger macht Sorgen. Denn Sturm Graz-Youngster Arjen Malic sah gegen Rumänien gar nicht gut aus, wurde zur Pause ausgetauscht.  Zu rechnen wird Dienstag von Beginn an mit Salzburgs Jungstar Kerim Alajbegovic sein, der Samstag in der zweiten Hälfte für Schwung sorgte. Im Angriff hat Barbarez keine Sorgen: Sowohl Topstar Edin Dzeko als auch erstmals der 20 jährige Esmir Bajraktarevic von Hollands Meister PSV Eindhoven als auch Joker Haris Tabakovic trafen.

Als vierte europäische Nation löste Sonntag Portugal in Porto auch ohne den gesperrte Cristiano Ronaldo mit einem 9:1 (5:1)-Kantersieg gegen Armenien das WM-Ticket. Ungarn verlor in der ausverkauften Puskas-Arena gegen Irland sogar Platz zwei, damit die Chance, via Play offs zur WM zu kommen. Rapids Legionär Bendegüz Bolla war bei dem Schock dabei: Als er in der 76. Minute eingewechselt wurde, führte Ungarn noch 2:1. In der 96. Minute gelang den Iren das Siegestor. England (2:0 in Tirana gegen Albanien) und Norwegen (in Mailand gegen Italien von 0:1 mit zwei Toren von Erling Haaland auf 4:1) feierten im achten Spiel den achten Sieg, England sogar ohne Gegentor. Italiens muss wieder ins Play-off, das auch die Ukraine, Albanien, Tschechien, Irland und der Kosovo mit Österreichs Ex-Teamchef Franco Foda erreichten.

 

 

Foto: www.nsfih.ba.

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