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Dank Feyenoord-Legionär und Zidane schlug Algerien Holland!

Warnschuss für Österreichs WM-Hoffnungen durch Algerien, am 28. Juni in Kansas City der Gegner im dritten und letzten Gruppenspiel, in dem es vermutlich um den Aufstieg ins Sechzehntelfinale gehen wird: Die Wüstenfüchse bezwangen Mittwochabend im ausverkauften De-Kuip-Stadion von Rotterdam die Topnation Holland 1:0 (0:0), kassierten seit dem 0:2 gegen Nigeria im Achtelfinale des Afrika-Cups vor fünf Monaten in drei Spielen keinen Treffer: 7:0 gegen Guatemala, 0:0 gegen Uruguay, 1:0 gegen Holland. Die Niederlage gegen Nigeria blieb daher die einzige in den letzten 22 Spielen.

Das goldene Tor erzielte in dem vom steirischen Schiedsrichter Jakob Semler geleiteten Spiel in der 86. Minute ausgerechnet ein Feyenoord-Legionär. Der 24- jährige Anis Hadj Moussa, der seit zwei Jahren Mitspieler des Österreichers Gernot Trauner ist, sorgte mit einem Geniestreich für Euphorie bei 10.000 tunesischen Fans. Er spielt Rechtsaußen, sein starker Fuß ist aber der linke. Damit ist er sozusagen die tunesische Version des ehemaligen holländischen Weltklassestürmers Arjen Robben. Ähnlich wie früher Robben dribbelte Moussa von rechts in den Strafraum, zog mit links ab, traf genau ins lange Kreuzeck. Es war sein zweiter Treffer im 14. Länderspiel. Moussa kam zu Beginn der zweiten Hälfte für den 35 jährigen Kapitän Riyad Mahrez. Die Klasse von Moussa hatte Ende Jänner bereits Sturm Graz zugesetzt. Beim 3:0 von Feyenoord in der Europa League gegen Sturm erzielte Moussa im de Kuip den dritten Treffer.

Vater des Sieges war auch Torman Luca Zidane (Bild). Der 28-jährige Sohn des ehemaligen französischen Superstars verhinderte in seinem erst siebten Länderspiel nicht nur einmal Hollands Führung, hatte bei einem Stangenschuss von Roma-Stürmer Donyell Malen auch Glück. Zidane war einer von drei Spielern, die der erfahrene Teamchef Vladimir Petkovic, der bereits zur Pause sechsmal wechselte, durchspielen ließ. Außer ihm noch Verteidiger Zineddine Belaid und den reaktivierten 31 jährigen Mittelfeldspieler Nabil Bentaleb, der in Frankreich bei Lille spielt. Zidane, Legionär bei Spaniens Zweitligist Granada, galt nach einer Kieferverletzung als Fragezeichen. In Rotterdam zeigte er, dass er wieder voll da ist. Den letzten Test bestreitet Algerien kommenden Mittwoch gegen Bolivien.

Foto: AFP.

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