Auch im London-Derby gegen Chelsea fand Oliver Glasner mit Crystal Palace nicht zurück auf die Siegesstraße: Das 1:3 (0:1) im Selhurst Park war insgesamt das elfte Spiel in vier Bewerben hintereinander ohne Sieg, in der Premier League das achte. In der ersten Hälfte war Crystal Palace die bessere Mannschaft, aber Chelsea ging nach 34 Minuten in Führung, als der 18 jährige Brasilianer Estevao Tormann Dean Henderson, den Nachfolger des an Manchester City verkauften Marc Guehi als Kapitän, bezwang. Das passierte nach einem abgewehrten Eckball der „Eagles“ und einem verunglückten Rückpass des 19 jährigen Franzosen Jaydee Canvot, des Nachfolgers von Cuehi im Abwehrzentrum. Nach 64 Minuten und einem umstrittenen Elfmeter nach VAR-Entscheidung hieß es 0:3, dann wurde Glasners Mannschaft durch die gelb-rote Karte für Mittelfeldspieler Adam Wharton noch dezimiert. Doch zum befürchteten Debakel kam es danach nicht, im Gegenteil es gelang sogar Resultatkosmetik durch einen Treffer von Chris Mitchell nach 88 Minuten: „Die Reaktion nach dem Ausschuss macht mri Hoffnungen“, meinte Glasner, „uns fehlt die Konsequenz vor dem gegenerischen Tor!“ Rekordkauf Brennan Johnson (Bild) hat vorerst Ladehemmung.
Crystal Palace liegt auf Platz 15, jetzt folgen Auswärtsspiele gegen den 17. Nottingham und Brighton. Gibt es weitere Niederlagen, kann´s sogar noch eng werden, Crystal Palace in den Abstiegskampf verwickelt werden. Derzeit hat Crystal Palace acht Punkte Vorsprung auf West Ham am ersten Abstiegsplatz, aber es sind noch 15 Runden zu spielen. Aston Villa, am Donnerstag in Birmingham der letzte Gruppengegner von FC Salzburg in der Europa League, schlug auswärts Newcastle 2:0 (1:0), liegt als Dritter nur noch vier Punkte hinter Tabellenführer Arsenal, der daheim gegen Manchester United 2:3 (1:1) verlor. Englische Medien vermeldeten, dass Meister Liverpool nach der Niederlage in Bournemouth Kontakt zu dem bei Real Madrid beurlaubten Trainer Xabi Alonso aufnahm.
Mehr Aufregung als um die Sonntag-Spiele in der deutschen Bundesliga, in denen es Siege für Vfb Stuttgart (auswärts 3:0 gegen Mönchengladbach) und Freiburg (daheim 2:1 gegen den FC Köln) gab es um das Heimspiel von Zweitligatabellenführer Schalke gegen Kaiserslautern. Weil beim 2:2 (0:0) Weltstar Edin Dzeko als Joker sein Debüt feierte. Trainer Miron Muslic tauschte Bosniens Teamkapitän nach 67 Minuten ein, da lag Schalke 0:1 zurück. Bereits mit Dzeko fiel das 0:2, doch in der 86. Minute traf der Torjäger nach einer Klasseaktion zum 1:2, in letzter Minute fiel noch der Ausgleich. Genau genommen war Kaiserslauterns Kroate Ivan Prtajin aber effektiver als der umjubelte Dzeko: Er kam sechs Minuten vor ihm auf den Rasen, erzielte beide Treffer.
In Frankreichs League 1 verlor Lens ohne seinen verletzten Abwehrchef, den Ex-Salzburger Samson Baidoo, in Marseille 1:3 und damit die Tabellenführung an Meister Paris St. Germain, der nach dem 1:0 in Auxerre zwei Punkte Vorsprung hat.
Foto: Crystal Palace.
