Fußball

Das neunte „zu null“ mit Sollbauer könnte für Struber zu wenig sein

Im Westen von London entscheidet sich Mittwoch Abend, ob Ex-Wolfsberg-Trainer Gerhard Struber mit dem FC Barnsley die wundersame Rettung vor dem Abstieg in die dritte Liga, die in England League One, heißt gelingt. Im Griffin Park des FC Brentford muss ein Sieg her, um Luton und Charlton überholen, damit noch das rettende Ufer erreichen zu können. Struber glaubt an die Chance: „Wir geben nie auf, haben einen super Teamspirit. Mit einer disziplinierten Leistung wie letzten Sonntag werden wir es Brentford nicht leicht machen“. Ex-Admira-Stürmer Patrick Schmidt,d er als Joker in der Nachspielzeit das 1:0 gegen Nottingham erzielt und damit die kleine Rettungschance am Leben hielt, dürfte wieder auf der Bank beginnen. Der Tabellendritte Brentford mit seinem dänischen Trainer Thomas Frank, der zehn dänische Spieler im Kader hat, braucht  drei Punkte, um direkt aufzusteigen, falls West Bromwich daheim die Queens Park Rangers nicht besiegt. Ansonst geht es im Play Off um den letzten freien Platz in der Premier League gegen Fulham, Nottingham und vermutlich Cardiff.

Barnsley also auch auf fremde Hilfe von Blackburn (Lutons Gegner) und Aufsteiger Leeds, der Charlton empfängt, angewiesen. Selbst wenn das neunte „zu null“ gelingt, seit der Ex-Wolfsberger Michael Sollbauer im Abwehrzentrum spielt, könnte das zu wenig sein. Barnsley hat die bessere Tordifferenz als Luton, aber die schlechtere als Charlton. Das heißt: Gelingt Charlton ein Unentschieden, würde Barnsley auch ein Sieg bei Brentford nicht reichen.  Mit dem 30 jährigen kassierte der Vorletzte in 16 Spielen nur 14 Tore, das ist ein Schnitt von 0,87 pro Match. Einer der 14 Verlusttreffer fiel durch ein Eigentor von Sollbauer, das letzte Woche das knappe 0:1 bei Meister Leeds  bedeutete. Trotzdem: In einer Tabelle der 16 Spiele mit dem Jänner-Kauf Sollbauer liegt Barnsley unter 24 Mannschaften auf Rang zehn, also weit von den drei Abstiegsplätzen entfernt. An Sollbauer lag es sicher nicht, wenn die „Tykes“ Mittwoch absteigen müssen.

Er hat die zweitbesten Zweikampfwerte von allen Spielern in dieser englischen Knochenmühle, spielte bisher in allen 16 Partien durch. So wird es auch  beim entscheidenden Abend im leeren Griffin Park sein. Sollbauer hat anders als Struber eine Ausstiegsklausel für den Fall des Abstiegs im Vertrag. Die er höchstwahrscheinlich nützen wird. Interessenten aus der Championship haben sich bereits gemeldet, auch von einem Angebot aus Deutschland war die Rede. Von Fortuna Düsseldorf, dem Ansteiger in die zwei Liga. Der sucht schon einen Innenverteidiger, aber einen Linksfuß. Und das ist Sollbauer wirklich nicht. Comeback in Österreich? Dagegen spricht dass er eine Ablöse kosten wird, Barnsley zahlte für ihn 500.000 Euro. Die österreichischen Klubs, die sich das leisten könnten, haben keinen Bedarf an einem Innenverteidiger.

 

Foto: FC Barnsley.

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