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Das Wüstenmärchen geht weiter: Im Achtelfinale gegen England

15.11.2025 ÖFB U17 WM Day 19 Copyright A.Pichler office@aphotography.at www.aphotography.at Tel: +43 699 11000196

Österreichs Unter 17-Team steht erstmals im Achtelfinale einer Weltmeisterschaft. Das „Wüstenmärchen“ in der Aspire-Academy von Katars Hauptstadt Doha geht weiter. Die österreichischen Fans konnten den vierten Sieg im vierten Spiel bejubeln: Ein Doppelpack des Klagenfurters Johannes Moser in der 83. und 84. Minute sicherte das 2:0 (0:0) gegen Tunesien. Dienstag wartet im Achtelfinale England, das Südkorea 2:0 (0:0) bezwang. Den Aufstieg unter die letzten 16 muss man als großen Erfolg sehen: Denn mit Argentinien und den USA scheiterten zwei Teams, die zuvor so wie Österreich alle Gruppenspiele gewannen, an Mexiko und Marokko im Elfmeterschießen. Deutschland flog unerwartet gegen Burkina Faso mit 0:1 raus, Kroatien verlor gegen Usbekistan das Elfmeterschießen. Die anderen Achtelfinalisten außer Österreich: Italien, Portugal, Schweiz, Irland, Frankreich, Brasilien, Mexiko, Usbekistan, Japan, Nordkorea (durch 2:1 gegen Venezuela), Mali, Marokko und sensationell Uganda.

Mainz-Tormann Daniel Posch blieb in seinem dritten WM-Einsatz wieder ungeschlagen. Nach einer halben Stunde verhinderte sein starker Reflex die Führung Tunesiens. Kurz darauf traf Salzburg-Stürmer Dominik Dobis bei Österreichs bis dahin größter Chance die Stange. Bis zur 83. Minute fiel kein Tor, dann gab es nach einem Foul an Austrias Mittelfeldspieler Vasilje Markovic einen Elfmeter, den Moser sicher verwandelte. Das war ihm bereits zum Goldtor gegen Saudiarabien zum Auftakt gelungen. Eine Minute später traf Moser erneut, Tunesiens Verteidiger Mazen Essefi verlängerte den Schuss bei seinem Rettungsversuch ins eigene Tor: „Wir haben miteinander verteidigt, miteinander gekämpft, unseren Plan so umgesetzt, wie wir es uns vornahmen. Auch wenn wir Geduld brauchten“, freute sich der 17 jährige. So wie Kapitän Jakob Pokorny, der gemeinsam mit Ifeany Ndukwe im Abwehrzentrum wieder ein Bollwerk war, war Moser vor vier Jahren aus Klagenfurter vom KAC in die Salzburger Akademie gewechselt.

Teamchef Hermann Stadler, der nachher lachend mit den Siegern am Rasen abklatschte, strich die Qualitäten in der Defensive hervor: „Wir haben in vier Spielen nur ein Tor bekommen, weil verteidigen ganz vorne beginnt. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr ist unsere Physis zur Geltung gekommen, desto aktiver und dominanter wurden wir.“ Gegen England wird die Gegenwehr aber sicher noch größer sein – aber sie werden auch diese Herausforderung annehmen.

 

Foto: ÖFB/Andreas Pichler.

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