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David Alaba kam im Smoking: Bereit für ein neues Kapitel

Der Pressekonferenzraum im „Stadio Friuli“ von Udine, das jetzt den Namen von Sponsor „Blueenergy“ trägt, wäre zu klein gewesen für die Präsentation des bisher ersten vierfachen Gewinners der Champions League, der zu Udinese kam. Das große Auditorium war der würdigere Rahmen für Österreichs Teamkapitän David Alaba, der auch wusste, was er dem schuldig war: Er kam im schwarzen Smoking über einem weißen Leibchen, um mit Geschäftsführer Francesco Collavino, dem technischen Direktor Gian Luca Nani und Sportchef Gökhan Inler den schwarz-weißen Dress in die Kameras zu halten, seine Ziele zu erklären, auf Medienfragen zu antworten. Er bedankte sich für die Möglichkeit, ein neues Kapitel in seiner Karriere zu schreiben, und für den herzlichen Empfang: „Ich kann es kaum erwarten, loszulegen.“ Alaba bekam die Rückennummer fünf – die hatte er auch in seiner Zeit bei Real Madrid. Alaba versicherte, fit genug zu sein, um sofort einzusteigen. Seit letzter Woche trainiert er mit der Mannschaft, er ist guter Dinge, dass er seine Rolle erfüllen kann: „Wie ein großer Bruder“, will er für die Mitspieler sein. Sprich, der ruhende Pol im Abwehrzentrum. Trainer Kosta Runajic, wie Alaba in Wien geboren, überzeugte Alaba, ja zu Udinese zu sagen. Auch der Sportchef trug dazu bei: Der ehemalige Schweizer Teamspieler Inler, der während seiner aktiven Karriere einen speziellen Mentor hatte: Seinen Landsmann Marcel Koller, Österreichs Ex-Teamchef. Inler spielte von 2007 bis 2011 bei Udinese, danach bei Napoli und bei Leicester in der Meistersaison 2015/16.

Udinese hat sicher Verbesserungsbedarf. Drei Niederlagen in fünf Runden, der einzige Sieg gelang Ende August mit 3:2 beim Neuling Monza. Da sich Alaba in seinen „vereinslosen Wochen“ unter anderem bei ÖFB-Fitnesstrainer  Martin Hämmerle trainierte, ist er bereit für sein Debüt am kommenden Montag. Da gastiert der 13. Udinese beim 14. Torino. Bis zur nächsten Teampause im November stehen noch weitere fünf Runden der Serie A auf dem Programm. Nach Torino kommen die Heimspiele gegen Lecce und Milan, ehe Udinese in Parma spielt. Darauf folgen daheim das Duell gegen Champions League-Teilnehmer AS Roma und das beim punktelosen Letzten Venezia. Udineses Kader hat einen Marktwert von 161,80 Millionen, zu denen Alaba drei Millionen beiträgt. Am höchsten im Kurs steht ein Innenverteidiger: Ex-Salzburg-Legionär Oumar Solet mit 20 Millionen.

Alaba will via Udinese zurück ins österreichische Team. Teamchef Ralf Rangnick plant, ihn gegen Milan zu beobachten. Der ehrgeizige Alaba hat noch ein großes Ziel: die Europameisterschaft 2028 in England. Es wäre die dritte in der Erfolgskarriere von Alaba.

Foto: Udinese Calcio.

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