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Der 14. Verein in 16 Jahren für Marco Djuricin: Winterkönig St. Pölten

GEORGE DAVIES UND MARCO DJURICIN (SV STRIPFING); © FOTObyHOFER/CHRISTIAN HOFER, 6.5.2025

Österreichs zweite Liga hat noch einen Monat Pause. Erst an 20. Februar geht der Kampf um den Aufstieg weiter. Winterkönig St. Pölten rüstete für den Kampf gegen die Verfolger Admira/Wacker, der Freitag ein Vorbereitungsspiel gegen den GAK in Graz 0:3 (0:0) verlor, Amstetten und Austria Lustenau auf. Mit einem bemerkenswerten Transfer: Der 33 jährige Marco Djuricin fand nach der Vertragsauflösung bei der Vienna den 14. Klub seiner Profikarriere. Sein Torinstinkt soll St. Pölten zurück in die Bundesliga bringen. Ähnliches hoffte  auch die Vienna. Doch die Bilanz war durchwachsen:  Oft verletzt, nur sechsmal in der Startelf, viermal eingewechselt, lediglich zwei Tore erzielt. Zudem kam er wie auch andere Vienna-Spieler mit Trainer Hans Kleer nicht ganz klar. Weil Österreichs ältester Fußballklub längst den angepeilten Aufstieg verspielte, 15 Punkte Rückstand hat, versucht man die Mannschaft wenigstens billiger zu machen. Djuricin war der Topverdiener.

2004 begann er im Nachwuchs von Donau. Sechs Jahre später bekam er in Berlin bei Hertha BSC den ersten Profivertrag. Die weiteren Stationen: Jahn Regensburg, Sturm Graz, Red Bull Salzburg, Brentford in England, Ferencvaros Budapest, Grasshoppers Zürich, Karlsruhe in der zweiten deutschen Liga, die Wiener Austria, Rijeka in Kroatien, Spartak Trnava in der Slowakei, dann Stripfing, letzten Sommer die Vienna und jetzt St.Pölten. Oft wurde er verliehen, die Transfererlöse für den zweifachen Ex-Teamspieler betrugen in einer 16jährigen Karriere nur 2,8 Millionen Euro. Zum Abschuss möchte er noch einmal in die Bundesliga. Es half, dass St. Pöltens Trainer Cem Sekerlioglu ihn schon lange kennt und glaubt: „Eine absolute Verstärkung.  Auch für unsere Youngsters in der Kabine!“  In der er ehemalig Mitspieler aus Zeiten bei Sturm, Grasshoppers und Stripfing trifft. Einen ungewöhnlichen Transfer gab es auch in der Bundesliga; Der 28 jährige Ex-Austrianer Domink Prokop verließ Hartberg, wechselte nach Bosnien zu Zeljeznicar Sarajevo.

Die Vienna überlegt nach dem verpatzten Herbst weiterhin, wer auf den beurlaubten Andreas Ivanschitz als Sportchef folgen wird. Knapp vor Weihnachten gab es eine „Short List“ und eine Klausur der Führungsgarnitur, die ohne Ergebnis blieb. Eine zwei soll folgen. An Kleer wird trotz nur drei Siegen in elf Spielen und einem Punkteschnitt von nur 1,09  offenbar festgehalten.

 

 

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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